19. Oktober 2020, 08:42

Kein Fasching 2021 im Donau-Ries

Bild: Elmar Bschorer
Gemeinsam haben sich die großen Faschingsgesellschaften aus Huisheim, Monheim, Wemding, Megesheim und Asbach-Bäumenheim dafür entschieden, alle Faschingsveranstaltungen für die kommende Saison abzusagen.

Sehr lange haben die Faschingsvereine im Landkreis Donau-Ries die Covid-19-Situation beobachtet und alle verbleibenden Optionen, einen Fasching doch noch irgendwie durchzuführen im Auge behalten. Leider sehen sie aber beim derzeitigen Infektionsgeschehen und den steigenden Zahlen keine Chance mehr, denn jedem einzelnen Verantwortlichen ist bewusst, dass ein Fasching, so wie wir ihn kennen, unter diesen Umständen nicht durchführbar ist.

Die Faschingsfreunde Mertingen machten den Anfang, die IFD Donauwörth, der Faschingsclub Oberndorf und die Faschingsfreunde Genderkingen folgten, und so haben sich nun auch schweren Herzens die Verantwortlichen der Blaumeisen Huisheim, der Gailachia Monheim, der Wemdosia Wemding, der Faschingsfreunde Megesheim und der Schlafmützen des CCB aus Bäumenheim einvernehmlich zu einer generellen Absage ihrer Veranstaltungen entschieden.

Der finanzielle Aspekt steht dabei allerdings im Hintergrund. Vielmehr ist man darauf bedacht, Gäste, Personal, Helfer und Aktive nicht der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen. Bei allem Spaß und aller Leidenschaft für den Fasching sind sie sich ihrer Verantwortung bewusst, denn letztendlich ist die Gesundheit das Wichtigste.

Die Vereine sind sich einig: Die Pflege des Brauchtums wird in jedem einzelnen Verein unter Beachtung aller geltenden Vorgaben trotzdem weiterhin praktiziert, um Vereinsleben, Tradition und Sport auch weiterhin zu pflegen, wenn auch in kleinstem Rahmen. Unter Einhaltung schärfster Hygienevorschriften wird versucht, das Training ihrer Tanzgruppen und die Tätigkeiten ihrer Arbeitsgruppen aufrecht zu erhalten, um sich auf einen Fasching 21/22 vorbereiten können.

Sie werden nun die Zeit nutzen, um den Zusammenhalt innerhalb ihrer Vereine und der Vereine untereinander zu stärken und um neue Möglichkeiten im Rahmen des Machbaren zu finden. Die Verantwortlichen hoffen, auch Möglichkeiten zu finden, dass der Fasching im Landkreis in der kommenden Session trotzdem wahrnehmbar sein wird. (pm)