12. Januar 2020, 09:13

Nicht ganz sauber, sondern Rain

Der Gardemarsch des FCR in der Saison 2019/2020 Bild: Matthias Stark
Am vergangenen Freitagabend lud der Faschingsclub Rain zum Bunten Abend ein. Auf dem Programm stand nicht nur eine beeindruckende Tanzshow sondern auch der ein oder andere politische Seitenhieb.

Nicht ganz sauber, sondern Rain. Dieses Motto haben sich die Narren des Faschingsclubs Rain e.V. für die Saison 2019/2020 ausgesucht. Sie haben dabei ein sehr aktuelles und viel diskutiertes Thema aufgegriffen. Die Schwierigkeit lag nun darin, dieses Thema humorvoll und witzig umzusetzen. Zeitgleich solle das Motto, die Besucher aber auch zum Nachdenken anregen. 

Biene, Fisch und Co. 

Die Speedys, die Kleinsten des Rainer Faschingsclub, zogen als Fische durch die Weltmeere und machten auf die Verschmutzung durch Plastik aufmerksam. Die Minis zeigten das Leben auf einer Blumenwiese und wurden dabei vom Kinderprinzenpaar Selina I. (Kolb) und Ben I. (Kunz) als Bienen unterstürzt. Die Chillys präsentierten die Tiere Afrikas und traten als Zebra, Leopard und Co. auf. Rund um das Thema Regenwald ging es beim Tanz der Teens und machten auf die Abholzung aufmerksam. Erstmals seit vielen Jahren gibt es in dieser Saison wieder ein Männerballett. Diese traten als Bergarbeiter auf. Das Highlight des Abends war wieder einmal die Showformation. Die Tillygirls und -boys tanzten zum Motto Atomenergie.

Zwischen den Tänzen ging es natürlich um die Kommunalpolitik. In verschiedenen Einlagen sprachen Greta Thumberg (dargestellt von Lea Schumann), dem Roaner Zeitungsbua (Matthias Straßer) und der Vokalkreis (dargestellt von Karin Weber, Ulrike Stöckl, Robert Krause und Barbara Würmseher) über die aktuelle Situation in Rain. Lea Schumann stellte das Werben um das Bürgermeisteramt als Rainer Kartenspiel mit zwei Buben, einer Dame und einem König dar. Der Vokalkreis verabschiedete unter anderem Leo Maier und Gerhard Martin in ihrer Einlage. Michael Weigl sprach in seinem Sketch von dem Irrsinn mit dem Plastik am Beispiel einer Verpackung für Bananen. 

Den größten Auftritt hatte an diesem Abend aber Paul Schumann. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr als Donald Trump brillierte, stand er in diesem Jahr als Franz-Josef Strauß auf der Bühne. In typischer Manier polterte er los und jeder der vier Bürgermeisterkandidaten wurde von ihm in höchster Weise durch den Kakao gezogen. Dabei war es ein Ritt auf der Rasierklinge. Einige seiner Formulierungen waren sehr scharf, doch die Darbietung war auf so hohem Niveau, dass am Ende alle Kandidaten Applaus spendeten. 

Natürlich durften auch die Prinzenpaare an diesem Abend nicht fehlen. Das Kinderprinzenpaar eröffnete den Abend, die großen Regenten Nicole I. und Thomas II. (Alex) übernahmen von ihnen und bekamen von Bürgermeister Gerhard Martin den "in diesem Jahr sehr begehrten" Stadtschlüssel überreicht. Nach dem Walzer stand zum Ende des Abends noch der Showtanz an. Beide Male zeigten die Regenten ihr Können und strahlten über beide Augen. 

Durch den kurzweiligen Abend vor einer eindrucksvoll gestalteten Bühne führte Präsident Florian Riehl gemeinsam mit Umut Deniz (Hofmarschall) und Kinderhofmarschallin Maja Zinsmeister. Im letzten Part des Abends bekam Florian Riehl nochmals Unterstützung von seiner Vorgängerin Simone Schmid.