17. Februar 2019, 09:15

Stürmische Faschings-Show im Tanzhaus

Bild: Mara Kutzner
Tänze, Sketche und Büttenreden standen auf dem Programm beim Bunten Abend der IFD. Das Tanzhaus war nicht nur Veranstaltungsort sondern auch Aufhänger für so manche Spitzen in Richtung Stadtpolitik. Das Publikum war begeistert.

Dass sich die Initiative Fasching Donauwörth e.V. (IFD) die gute Laune nicht nehmen lässt, das hat sie gestern bei einer bunten, mitreißenden und unterhaltsamen Show unter dem Faschingsmotto "Naturphänomene" im ausverkauften Tanzhaus gezeigt. Fast 100 Aktive auf der Bühne führten beim Bunten Abend Tänze, Sketche und Büttenreden auf - kein Wunder, dass da auch die Oberhäupter im Rathaus nicht verschont blieben. Schließlich stand es noch vor wenigen Wochen auf der Kippe, ob die IFD ihre Faschingsveranstaltungen überhaupt im Tanzhaus ausrichten kann. Wegen baulicher Mängel (wir berichteten) war alles schon für die Neudeggerhalle vorbereitet. "10 Km/h darf man ums Tanzhaus noch fahren, da lauern wohl Gefahren", stellt IFD-Präsident Ulrich Reitschuster fest. Trotz aller Gefahren und Mängeln, wurde es dem Faschingsverein letztendlich doch genehmigt im Tanzhaus zu feiern. 

Nachdem Hofmarschall Josef Bullinger dem Publikum das Kinderprinzenpaar Emily I. (Emily Müller) und Jonas I. (Jonas Hesse) sowie das Große Prinzenpaar Laura von der pädagogischen Schule (Laura Bartl) und Robin von der verteidigen Macht (Robin Schmidtkunz) vorstellte und die IFD-Kindertanzgruppe "Sternschnuppen" sowie das Kinderprinzenpaar erste Tänze aufführten, stand einer der Höhepunkte des Abends auf dem Programm. 

Die Schönwetterlage ist vorbei

Barbara Mayer nahm in ihrer Büttenrede als "windige Wetterhex'" kein Blatt vor den Mund. Gerne hätte sie OB Armin Neudert die Leviten gelesen - "wenn er mal da wäre". Denn im Rathaus kündigt sich ein "Wettertief" an, es sei Schluss mit der "Schönwetterlage" und sogar die "Faschingsendzeit" bräche ein, kümmere man sich nicht um das Tanzhaus - und das "Epizentum" liegt im Sitzungsaal. Denn da lauert die "dynamische Fackler-Welle", der "Hofer-Tsunami", das "Rößle-Inferno" und zu guter Letzt, der "aus den Riedlinger Auen wahnsinnig aufgebrachte Bosse". Und der "Oberchefe" Landrat Rößle säße nur auf seiner "Federwolke" im Landratsamt und schaue sich das ganze von "dort oben" an. 

Bild: Mara Kutzner

Tanzhaus-Hausmeister Manuel Stefan muss sich verabschieden

Für gute Laune und Musik sorgte das Duo Francesco Blue und Tanja Franz, die Guggamusik aus Mönchsdeggingen sowie zahlreiche Tänze der Garden. Doch plötzlich musste die Guggamusik unterbrechen. Denn Manuel Stefan als "bisschen betrunkener" Hausmeister des Tanzhauses mischte sich erst unters Publikum und wollte sich dann auf der Bühne Gehör verschaffen. Er sei immerhin 45 Jahre im Haus beschäftigt gewesen, stündlich den Zählerstand der Heizung ans Rathaus übermitteln, musste er zum Beispiel. Und jetzt wurde ihm seine Stelle gestrichen - "im wahrlich schönsten Haus Bayerns". In seiner Abschiedsrede bittet er lallend alle "Politiker und Politikessen" das "Tanzhaus" zu bewahren. Mit seinen Gags traf Stefan voll ins Schwarze, sein humoristisches Schauspiel kam beim Publikum an. 

Für ordentliche Lacher sorgte später am Abend auch Doris Rödter mit ihrem Auftritt als "leichtes Mädchen vom Stadtladen". Dort hat sie einiges zu tun, und muss nicht nur den Anweisungen ihres Chefs "Hubsi Gerstmeyer" befolgen, sondern übernimmt auch noch die Telefonzentrale der Polizeistation, kümmert sich um die Dreckwäsche aus dem Rathaus und bekommt ständig Anrufe von OB Neudert. Dann schnappt sie sich ganz schnell ihren Defibrillator und muss die Reichsstraße "wiederbeleben". Ihr Fazit: "Wiederbeleben?! Das schaffen alle, aber nicht ich allein!"

Bild: Mara Kutzner

Nach Showeinlagen von Tanzmariechen Lilli Berktold, dem Walzer des Prinzenpaares, Tänzen der Teenies und einigen Tanzrunden, bei denen das Publikum das Tanzbein schwingen konnte kamen die anwesenden und verkleideten Stadträte Wolfgang Fackler, Günter Schwendner, Thomas Krepkovski und Manfred Hofer nicht herum, dass sie Hofmarschall Bullinger auf die Bühne bittet, um ihnen dort einen kleinen Gardetanz beizubringen. 

Es folgte eine humorvolle Einlage der Gruppe "Problemzonen" aus Rain und dem Auftritt einer Harfenspielerin Gegen Mitternacht wurde der 4-stündige Abend mit dem feurig flammenden Finale der Showgarde gekrönt. 

Am Samstag, 23. Februar lädt die IFD nochmals zum Bunten Abend ein. Es sind noch Restkarten verfügbar.