16. August 2019, 10:13

Mit Flick & Flack durchs mittelalterliche Nördlingen

Markant sind nicht nur die Gewänder der beiden sondern auch ihre mitgeführten Schemel, auf die sie sich immer dann stellen, sobald es etwas zu erzählen gibt. Bild: Doris Dollmann
Was als Gag für einen Arbeitskollegen begann soll nun fester Bestandteil im Angebot der Nördlinger Stadtführungen werden. Fabian Merk alias Flick und Alexander Plöger alias Flack führen als Gauklerpack die Gäste durch die Stadt. Gestern fand die ausverkaufte Premiere dieser außergewöhnlichen Tour statt.

Markant sind nicht nur die Gewänder der beiden sondern auch ihre mitgeführten Schemel, auf die sie sich immer dann stellen, sobald es etwas zu erzählen gibt. So erfährt man z.B. gleich zu Beginn am Rathaus, was es mit dem „Narrenspiegel“ auf sich hat oder woher eigentlich der Begriff „steinreich“ kommt, und die Geschichte des Mannes, der für 50 Gulden, umgerechnet heute ca. 10.000 Euro, seine Frau verkaufen wollte und dafür im Kerker landete.

Geprägt ist die Führung zum einen durch die beiden Charaktere, die sich als Laienschauspieler der Freilichtbühne Alte Bastei in gewohnter Manier wunderbar ergänzen, zum anderen durch viele Geschichten und Anekdoten, weniger durch Jahreszahlen. Das Gottesgericht, der Daniel, Maria Holl, welchen Hintergrund die Redewendungen „die Kurve kratzen“, „den Löffel abgeben“ oder „aus dem Stegreif“ haben, das Hostienwunder, die Stadtmauer, „So G'sell so“ und das Gerberviertel werden thematisiert und entführen das Publikum für ein-einhalb Stunden ins Mittelalter. Gebucht werden kann die Sonderführung mit „Flick und Flack - das Gauklerpack“ über die Tourist-Info Nördlingen.