4. Februar 2020, 13:29

Am Bahnhof: „Weniger Rauch mit mehr Miteinander“

Grünen-Kandidat Wolfgang Goschenhofer will in Sachen Dampflok-Ruß zu einer einvernehmlichen Lösung kommen. Bild: Wolfgang Goschenhofer
Wolfgang Goschenhofer, OB-Kandidat der Grünen für Nördlingen, möchte im Streit um die Emissionen der Loks des Bayerischen Eisenbahnmuseums zu einer Lösung kommen, mit der sowohl Anwohner als auch Museums-Betreiber leben können.

Seit vielen Jahren fordern die Anwohner im Wemdinger Viertel eine Reduzierung der Emissionen durch den Betrieb der Dampflokomotiven des Eisenbahnmuseums. Um dies zu unterstreichen, wurden zuletzt mehr als 800 Unterschriften gesammelt. „Ich konnte mir bei Gesprächen mit den Anwohnern vor Ort ein Bild der Situation machen. Durch weitere Treffen mit den Verantwortlichen des Eisenbahnmuseums konnte ich mir so eine klare Meinung bilden“, so Wolfgang Goschenhofer. „Für mich ist sicher, dass für alle Beteiligten – Anwohner und Eisenbahnmuseum – eine gemeinsame akzeptable Lösung zur Reduzierung der Emissionen gefunden werden muss.“ Daher startete der Grünen-Fraktionsvorsitzende im August 2018 eine Initiative mit dem Ziel, dass sich die Stadt Nördlingen stärker einbringen möge.

Gefordert wurde hier einerseits, dass eine Mediation mit einer externen neutralen und unabhängigen Expertin oder Experten stattfinden solle, um die Kommunikation ergebnisorientiert auf eine gute Basis zu stellen. Gleichzeitig sollte geprüft werden, in welcher Höhe finanzielle Förderungen auf EU- , Bundes- und Landesebene für technische Lösungen möglich seien. „Leider ist dazu bisher nichts geschehen!“, fasste Wolfgang Goschenhofer die letzten eineinhalb Jahre zusammen. „Unser Bahnexperte Albrecht Röttger hat die Zeit genutzt, um verschiedene Lösungen zu prüfen. Damit wäre aber ein erheblicher finanzieller Aufwand verbunden. Darunter fallen der Einsatz von Rußfiltern und eine Vorheizanlage für das Kesselwasser ohne Kohlebefeuerung und somit ohne Ruß. Wir führen dazu weitere Gespräche, um Details zu Realisierung und zu den Kosten zu untersuchen.“ Emissionsarme Kohle wird bereits jetzt verwendet, organisatorische Maßnahmen wurden bereits umgesetzt.

„Mein Ziel ist es, mit allen Beteiligten weiter im Gespräch zu bleiben, um mit gezielten Maßnahmen unter Verwendung von Fördergeldern weitere Verbesserungen zu erreichen. Meine Botschaft an die Anwohner und das Eisenbahnmuseum lautet, dass ich eine gute und für alle Seiten verträgliche Lösung als eine der Hauptaufgaben des neuen Oberbürgermeisters ansehe,“ machte Wolfgang Goschenhofer deutlich. (pm)