12. Dezember 2019, 10:15

Wohnen im Alter

Die Referenten des kostenlosen Vortrages „Wohnen im Alter“ zusammen mit Konversionsmanagerin Barbara Wunder und Moderatorin Dr. Sabine Müller-Herbers. V.l.n.r.: Dr. Sabine Müller-Herbers (Baader Konzept), Anton Reiter (Sanitär Höringer Rain), Barbara Wunder, Maria Lehn (Bayerische Architektenkammer), Rainer Wilhelm (Wilhelm Architekten) und Senioren- und Behindertenbeauftragter Christian Trollmann (Landkreis Donau-Ries). Bild: Andreas Stemmer
Am 26. November fand im Rahmen der kostenlosen Vortragsreihe für Bürgerinnen und Bürger der zweite Vortragsabend statt. Dabei ging es ab 19 Uhr im Schloss in Rain a. Lech um das barrierefreie Umbauen und das selbstbestimmte Wohnen im Alter. Das vielseitige Programm gestalteten Experten aus dem Landkreis Donau-Ries.

In verschiedenen Kurzvorträgen wurde das zweite Thema der Veranstaltungsreihe „Ortskern aktiv!“ aus unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. Nach der Begrüßung von Konversionsmanagerin Barbara Wunder führte Dr. Sabine Müller-Herbers (Baader Konzept) in das Thema ein und stellte unterschiedliche Wohnformen im Alter vor. Danach sprach der Zuständige für Seniorenpolitik und der Behindertenbeauftragte des Landkreises Christian Trollmann (Landkreis Donau-Ries) über die verschiedenen Formen von Barrierefreiheit. Trollmann dazu: „Eine barrierefreie Gestaltung bietet Vorteile für alle Teile der Bevölkerung und die verschiedenen Altersgruppen. Menschen mit einer Geh- oder Sehbehinderung profitieren genauso wie beispielsweise Eltern mit einem Kinderwagen“. In den einführenden Vorträgen wurde deutlich, dass es ein Ziel ist, dass ältere Menschen so lange als möglich selbstbestimmt im eigenen Heim leben können. Der demographische Wandel wird diese Herausforderung in Zukunft verstärken. Dabei ist es bereits im Vorfeld von etwaigen Geh- oder sonstigen Beeinträchtigungen wichtig, sich über das Thema Barrierefreiheit im eigenen Haus oder der Wohnung frühzeitig Gedanken zu machen.

Im Anschluss erläuterte Badinstallateur Anton Reiter (Sanitär Höringer) die „baulichen Anpassungen“ des barrierefreien Badezimmers. Er konnte von zahlreichen guten Beispielen berichten und gab praktische Tipps für den Umbau. Überraschend dabei war, dass der barrierefreie Umbau sehr modern gestaltet werden kann. Danach gab Maria Lehn (Bayerische Architektenkammer) Tipps zu „Finanzierung und Fördermöglichkeiten“. Sie stellte praxisnah die finanzielle Förderung vor, die das barrierefreie Umbauen für den Eigentümer erheblich erleichtern kann. Zum Abschluss stellte Architekt Rainer Wilhelm (Wilhelm Architekten) die allgemeinen baulichen Anpassungen vor. Vor allem Treppenlifte, Rampen und Schwellen waren hierbei wichtig. Konversionsmanagerin Barbara Wunder war es wichtig vor allem regionale Ansprechpartner als Referenten zu gewinnen. So konnten die Interessierten ihre Anliegen direkt bei der abschließenden Fragerunde anbringen und Kontakte knüpfen.
In allen Vorträgen wurde deutlich, dass eine Beratung zu Beginn sinnvoll ist und eine Vielzahl an Fördermitteln für das barrierefreie Umbauen zur Verfügung stehen. Landrat Stefan Rößle betont: „Der Landkreis möchte die Bürger umfassend über wichtige Themen der Ortskernentwicklung informieren. Dazu gehört, im Hinblick auf den demographischen Wandel, auch das Thema Barrierefreiheit und das selbstbestimmte Wohnen im Alter“.

Der nächste kostenlose Vortrag findet am 28.01.2020 zum Thema (Um) Bauen im Ortskern in Oettingen statt. Das Konversionsmanagement in der Stabsstelle Kreisentwicklung steht als Servicestelle für Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Flächenmanagement und Innentwicklung zur Verfügung. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Konversionsmanagerin Barbara Wunder unter 09 06 / 74 – 305 oder unter barbara.wunder@lra-donau-ries.de. (pm)