9. Oktober 2017, 15:30

Finales Konzert des diesjährigen Musikherbstes

Bild: Oettinger Kammerorchester
Mit dem Konzert am Samstag, 14. Oktober um 20 Uhr verabschieden sich die Oettinger Residenzkonzerte in die Winterpause. Gestaltet wird das letzte Konzert der Saison traditionell vom Oettinger Kammerorchester unter der Leitung von Günter Simon.
Oettingen - Auf dem Konzertprogramm stehen vier Werke, die jeweils ganz besondere Beziehungen musikalisch herausstellen: Edward Elgars „Sospiri“ für Harfe und Streichorchester ist der langjährigen Freundschaft zu dem Violinisten William Henry Reed gewidmet. Um diesem besonderen Werk gerecht zu werden, benannte Elgar das Stück vom angedachten „Soupir d’Amour“ um in das intensiver klingende italienische „Sospiri“ (zu deutsch: „Seufzer“).
Das Konzert für Harfe und Orchester Nr. 6 in B-Dur, op. 4/6 von Georg Friedrich Händel (HWV 294) wird meist als Orgelkonzert aufgeführt. Dass es ursprünglich für Harfe komponiert wurde, wird durch die feine Textur des Orchesterparts (merklich vor allem in den Violinen sowie dem Pizzicato-Spiel der Bässe) deutlich. Händel wollte mit diesem Konzert das Harfenspiel des griechischen Sängers Timotheus („Das Alexanderfest“) verbildlichen. Mahlers 5. Sinfonie in cis-Moll ist unumstritten ein herausragendes Werk der Musikgeschichte. Neben vier durch und durch komplexen und vielschichtigen Sätzen besticht das berühmte Adagietto (Besetzung: Streicher und Harfe) durch seine unfassbare Intimität und Seele… denn Mahler komponierte es als wortlose Liebeserklärung an seine Frau Alma. Er schickte ihr das bloße Manuskript ohne jedes weitere Wort und sie verstand die Botschaft. Den solistischen Part der drei erstgespielten Werke übernimmt die Harfenistin Feodora-Johanna Mandel (geb. Gabler), gebürtig aus Kaisheim, die in Oettingen schon vor einigen Jahren zu hören war.
In der 44. Sinfonie „Trauer“ in e-Moll (Hob.I:44) von Joseph Haydn geht es auch um große Gefühle: einer Anekdote nach soll sich Haydn das langsame Adagio (3. Satz) als Musik zu seinem eigenen Begräbnis gewünscht haben. Daher rührt wohl auch der (nachträglich verliehene) Name „Trauersinfonie“.
Kinderkonzert geht voraus
Wie üblich geht dem Abendkonzert ein einstündiges moderiertes Kinderkonzert um 16 Uhr voraus, in dem ausgewählte Werke des Abends anschaulich präsentiert werden. Die Moderation übernehmen drei Schülerinnen des Praxisseminars Musik des Ernst-Albrecht-Gymnasiums Oettingen: Sina Bachmann, Sarah Gebert und Mona Stephan. Der Eintritt für Kinder ist frei, Erwachsene zahlen 7 Euro an der Tageskasse (Platzreservierungen sind nur für Gruppen und Schulklassen möglich).
Karten sowie weitere Informationen zu den Konzerten gibt es bei der Tourist-Information Oettingen (Tel. 09082-70952), an der Abendkasse sowie im Internet unter www.oettinger-residenzkonzerte.de. (pm)