29. Oktober 2020, 09:04

Ein Stinktier auf Abwegen

Bild: N. Schuster
Einen unglaublichen Fang machte Jägerfamilie Schuster aus Fünfstetten. Beim täglichen Kontrollgang staunten Manuela Schuster mit Tochter Nicole nicht schlecht als doch statt des erwarteten Raubwildes ein Stinktier in der Lebendfalle saß.

Ein Stinktier? Dies wurde zwar von den Schusterdamen sofort als solches erkannt doch am Telefon konnte es "Chef" Karl-Heinz Schuster gar nicht glauben, kommen diese Tiere doch eigentlich fast nur auf dem amerikanischen Kontinent vor. Dieses machte sofort seinem Namen alle Ehre. Es versprühte sein völlig ekelhaft und abnormal stinkendes Sekret. Dies keinesfalls zur Freude der Umstehenden. Nach Anruf beim Tierheim Nördlingen, "was man mit dem Stinker anfangen soll" - gab es die Auskunft: "man muss sich erst beraten, ob man sich dem Stinktier überhaupt annimmt".

Nach Rücksprache mit dem Kurator des Augsburger Zoos fiel dann die Entscheidung "es doch zu nehmen". Der Bitte der Tierheimmitarbeiter an Familie Schuster, das Tier nach Nördlingen ins Tierheim zu bringen - konnte Familie Schuster beim besten Willen nicht nachkommen, da der von dem kleinen Stinker verströmte Gestank wirklich als bestialisch und unerträglich zu beschreiben ist. Daraufhin entsandte das Tierheim einen Tierarzt und zwei Mitarbeiterinnen. Der Tierarzt sedierte das Tier und die Damen betteten es um.

Mit offenen Fenstern  wurde das Tier ins Tierheim verbracht. Wie kann ein so nettes Tier nur so grausam stinken? Mittels Facebook konnte nur wenige Stunden später der Besitzer ermittelt werden. Es war ihm 14 Tage zuvor ausgebüchst , dies circa 20 Kilometer vom Fangort entfernt. Der Besitzer war froh, sein Tier wohlauf und gesund, wenn auch stinkend, wieder erhalten zu haben., "er habe schon überall nach ihm gesucht".  (pm)