27. Juli 2017, 11:05

Führungen im Geopark Ries: Unterwegs in Geotopen und Burgruinen

Im Geopark Ries gibt es viel zu entdecken. Und während die einen dies gerne auf eigenen Wegen tun, lassen sich andere von ausgebildeten Geopark-Führern in die Geheimnisse und Besonderheiten dieser einmaligen Landschaft einführen. Am Wochenende, 5. und 6 August, bieten drei Führungen Gelegenheit dazu.
Nördlingen - Auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg im Erlebnis-Geotop Lindle, in einem ehemaligen Steinbruch, lassen sich eine Reihe geologischer Besonderheiten des Rieses eindrucksvoll beobachten. Unter der Führung von Geopark-Führerin Carolin Schober-Mittring können die Teilnehmer am Samstag, 5. August, so manche naturkundliche und besiedelungsgeschichtliche Entdeckung machen. Denn das 2012 eröffnete Geotop bietet einen großartigen Einblick in die Prozesse, die sich während des Ries-Ereignisses im Bereich der Megaschollen abgespielt haben. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr der Parkplatz Lindle östlich von Holheim.
Der Ipf bei Bopfingen ist einer der schönsten und beeindruckendsten Berge im Geopark Ries. Geopark-Führerin Christine Hornung lädt am Sonntag, 6. August, zu einer Wanderung auf den frühkeltischen Fürstensitz bei Bopfingen ein. Beginnend am Freilichtmuseum, vorbei an den monumentalen Wallanlagen der Keltenburg, gehen die Teilnehmer auf Wegen, die unsere keltischen Vorfahren schon vor 2500 Jahren beschritten haben. Oben erwartet sie eine herrliche Aussicht in die Landschaft um den Ipf und in den Meteoritenkrater Ries. Los geht es um 14 Uhr beim Ipf-Pavillon, zu erreichen über die Landstraße zwischen Bopfingen und Kirchheim am Ries.
Der Kalvarienberg mit seiner schmucken Kapelle sowie der Sendenberg gehören zur Trümmerlandschaft im südöstlichen Riesvorland. In den Aufschlüssen der Kalkschollen sind unterschiedliche Zerrüttungsgrade zu erkennen. Geopark-Führer Toni Ullmann bietet am Sonntag, 6. August, eine Führung durch das Geotop Kalvarienberg bei Wörnitzstein an. Die spannende Flussgeschichte der Wörnitz sowie zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten – allen voran der Weißstorch – machen das Wörnitztal zu einem Erlebnisraum. Treffpunkt ist um 16 Uhr der Parkplatz an der Abt-Coelestin-Straße in Wörnitzstein.
Für alle drei Führungen gilt: Für Erwachsene kostet sie 5 €, für Schüler und Studenten 2,50 €, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sind frei.(pm)