Er ist ein Erlebnis für alle Sinne: Der GenussKulturMarkt auf dem Gelände des Museums KulturLand Ries bietet eine Vielzahl an Angeboten. Regionalität und Nachhaltigkeit stehen dabei immer im Vordergrund. Besucherinnen und Besucher können von 12 bis 17 Uhr im idyllischen Museumshof Erzeugnisse aus der Region probieren und kaufen. Das Warenangebot umfasst neben Produkten aus der Umgebung auch kunsthandwerkliche Erzeugnisse, Kreatives und Selbstgemachtes.
Regionales entdecken und Kulinarisches genießen
Kreativ und handwerklich geht es zu an den verschiedenen Mitmachständen: Museumsmitarbeitende gestalten gemeinsam mit Interessierten am Mitmachstand kleine Insektenhotels. Außerdem können die Besucherinnen und Besucher eine alte Handwerkstechnik kennenlernen und große, robuste Verpackungssäcke – sogenannte Rupfensäcke, in denen früher Kartoffeln und Getreide lagerten – bedrucken. Und der Verein KulturLand Ries zeigt, wie Seile handwerklich hergestellt werden. Das leibliche Wohl kommt auch nicht zu kurz: Hungrige können zwischen brasilianischen Spezialitäten, herzhaften Leckereien, verschiedenen Pilzgerichten sowie Kaffee und Kuchen wählen.
Von Trachten, Schafen und Bächen
Mit Info-Ständen gastieren an diesem Tag die Trachtenkultur-Beratung des Bezirks Schwaben sowie die Heide-Allianz Donau-Ries. Letztere präsentiert nicht nur die Besonderheiten der regionalen Landschaft, sondern macht auch deutlich, wie die Schäferei zu deren Erhalt beitragen kann. Auch Wissenswertes zum Rohstoff Wolle gibt es hier zu erfahren. Auch André Holzinger wird am GenussKulturMarkt vor Ort sein. An seinem Infostand stellt er das Projekt „Bachliebe“ vor, mit dem er sich für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt in Gewässern engagiert. Sein Ziel ist es, den Lebensraum Gewässer nachhaltig zu beleben und ein Bewusstsein für den ökologischen Gewässer- und Naturschutz zu schaffen.
Ausstellungen bei freiem Eintritt, Vortrag und Entdeckungstour
Kuratorin Laura Kuen lädt an diesem Tag zu Kurzführungen ein (13/14/15 und 16 Uhr). Ergänzend dazu stellt Eva Stengel um 14 Uhr im Maisaal (Klosterhof 6) ihr Projekt „#miniwildnis“ in einem Vortrag vor. Ziel dessen ist es, naturbelassene Flächen wie Wildwiesen und Hecken zu schaffen und zu bewahren. Insekten und Kleinlebewesen sollen dort mehr Lebensraum finden. Um 15.30 Uhr heißt es „Der Frühling blüht“: Gemeinsam mit Dr. Günther Kunzmann von der ARGE Flora Nordschwaben gehen Interessierte auf Entdeckungstour. Dabei erkunden sie gemeinsam die Flora rund um das Museumsgelände. Alle Angebote sind kostenfrei.
Das Museum öffnet an diesem Tag bis 17 Uhr seine Türen – und das bei freiem Eintritt. Neben den Dauerausstellungen zur Rieser Landwirtschaft und Alltagskultur ist im Brauhaus die frisch eröffnete Sonderausstellung „Am Kraterrand – Schwäbisch-fränkische Ortsansichten von Albert Meyer-Gröbenzell“ zu sehen. Die ausgestellten Werke des Künstlers (1881–1948) zeigen Motive zwischen Hesselberg und Harburg, Wörnitz und Wemding. Außerdem läuft derzeit die Wanderausstellung „Land.schafft.Klang“ in der Klosterökonomie. Sie stellt den Klang unserer heimischen Wiesen und Weiden in den Mittelpunkt und geht der Frage nach, warum diese Lebensräume immer leiser werden. (dra)