Inklusionsprojekt

Leuchtturmprojekt: Hohenaltheims Fischer machen sich für Inklusion stark

Behindertengerechte Parkplätze und Angelplätze wurden angelegt. Bild: Manuel Habermeier
Die Teilhabe für alle ist ein großes Thema der heutigen Zeit. Daher hat sich der Fischerverein Hohenaltheim Inklusion auf die Fahne geschrieben. Neben Umbauten vor Ort ist auch eine Kooperation mit der Lebenshilfe Donau-Ries angedacht.

Beim Fischerverein Hohenaltheim hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Mittlerweile bietet der Angelplatz zahlreiche Umbauten, die die Inklusion fördern und so auch Menschen mit Beeinträchtigungen wieder das Angeln und den Aufenthalt in der Natur ermöglichen soll.

Dafür wurden verschiedene Baumaßnahmen umgesetzt. So gibt es nun unter anderem behindertengerechte Parkplätze mit Wegen zur Vereinshütte und den Fischweihern. Dazu wurde ein Angelplatz mit Rollschutz und einem Geländer angelegt, der es Rollstuhlfahrern erlaubt, zu angeln. „Jetzt haben auch unsere älteren Mitglieder wieder die Möglichkeit, hier vorbeizukommen. Einige Mitglieder sind bereits über 90 Jahre und mit Rollator unterwegs, die können jetzt wieder problemlos am Vereinsleben teilnehmen“, erklärt Claus Weigel, 1. Vorsitzender des Fischervereins Hohenaltheim, die Motivation hinter dem Inklusionsprojekt.

Neue Bänke sorgen für Sitzgelegenheiten rund um die Weiher. Bild: Manuel Habermeier

Dazu kommen noch vier Bänke, die neue Sitzmöglichkeiten an den Weihern bieten sowie zwei Stellen mit Stufen, um einen einfachen Zugang bis zum Uferrand zu gewährleisten. Auch neue Bäume wurden gepflanzt. Insgesamt hat das komplette Projekt einen finanziellen Rahmen von 25.000 Euro, wobei 20.000 Euro über Fördergelder von ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) sowie den Fischereiverband Schwaben kamen.

Fischereiverband Schwaben sieht Signalwirkung

Angelplätze mit Rollschutz und Geländer wurden ebenfalls angebracht. Bild: Manuel Habermeier

Vor allem vom Beitrag zur Inklusion zeigte sich Stefan Zott im Gespräch mit unserer Redaktion überzeugt. „In der Art und Weise, wie der FV Hohenaltheim das in Angriff genommen hat, war vorbildlich und einzigartig“, erklärte der Geschäftsführer des Fischereiverbands Schwaben und fügte hinzu: „Es ist ein Leuchtturmprojekt. Es gab schon Anfragen von anderen Mitgliedsverbänden, die von dem Projekt gehört haben. Es hat Signalwirkung.“ Vor allem die angedachte Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Donau-Ries sei großartig.

Interessantes Angebot für die Lebenshilfe Donau-Ries

Auch Judith Feige, Referentin für Inklusion bei der Lebenshilfe Donau-Ries, sieht das Projekt positiv: „Ich finde es eine tolle Initiative. Von Barrierefreiheit profitieren vielen Menschen.“ Daher habe man sich nun ein Bild von der Barrierefreiheit gemacht. Jetzt werde das Interesse bei den Teilnehmern abgefragt. „Es gibt vereinzelt Angler, die das spannend finden. Wir können uns das für die Freizeitnutzung vorstellen.“

Sollten sich genug Interessenten finden, wird der Fischerverein Hohenaltheim als inklusives Angebot in das jeweils für vier Monate ausgelegte Freizeitprogramm der Lebenshilfe aufgenommen.

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

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