Gelungener Härtetest

Harburger Triathlon-Nachwuchs trotzt der Kälte beim DTU Jugendcup in Forst

Start der Junioren Bild: Guntram Rudolph
Beim DTU Jugendcup in Forst zeigten die Nachwuchs-Triathleten des TSV Harburg starke Leistungen. Für den TSV Harburg waren Giulia Göttler, Nina Mayer, Joel Westphal und Luca Schreitmüller am Start.

Am vergangenen Sonntag verwandelte sich der Heidesee in Forst (Baden-Württemberg) wieder in das Epizentrum des deutschen Triathlon-Nachwuchses. Bei der 36. Auflage des Traditionsrennens machte der DTU Jugendcup für seine zweite Saisonstation Halt. Mitten im hochkarätigen Feld der bundesweit besten Talente zeigten auch die Starter des TSV Harburg starke Leistungen unter schwierigen Bedingungen. Bei einer frischen Wassertemperatur von 16,8 Grad und kühlen Lufttemperaturen wurde den Athleten auf der klassischen Sprintdistanz (750 m Schwimmen – 17,6 km Rad – 5 km Laufen) alles abverlangt. Für den TSV Harburg waren Giulia Göttler, Nina Mayer, Joel Westphal und Luca Schreitmüller am Start.

Westphal feiert Sprint-Premiere in der Jugend A

Den Auftakt aus Harburger Sicht machte das Rennen der männlichen Jugend A. Hier feierte Joel Westphal seine Premiere auf der Sprintdistanz. Er erlebte ein extrem hartes Schwimmen, bei dem er sich intensiv gegen die Konkurrenz durchkämpfen musste. Auf dem Rad lief es besser: Joel schaffte den Sprung in die dritte Radgruppe und leistete viel Führungsarbeit. Auf den abschließenden fünf Kilometern machten sich die Anstrengungen jedoch bemerkbar – das Laufen war schwer und die Distanz für ihn noch ungewohnt. Zu allem Überfluss kostete ihn ein kleines Missgeschick beim Wechsel (der Neoprenanzug lag nicht komplett in der Box) eine 10-sekündige Zeitstrafe was in dem engen Feld direkt einige Plätze ausmachte. Völlig erschöpft, aber glücklich überquerte er nach 54:50 Minuten auf dem 36. Platz von insgesamt 58 Startern die Ziellinie

Schreitmüller platziert sich trotz Verletzung gut

Im Rennen der männlichen Junioren stand Luca Schreitmüller an der Startlinie am Heidesee. Nachdem das Feld extrem dicht aus dem Wasser kam, verpasste Luca nach einem guten ersten Wechsel die erste Radgruppe nur knapp. In der Verfolgergruppe fehlte jedoch die Zusammenarbeit, weshalb der starke Radfahrer viel Führungsarbeit übernehmen musste. Geplagt von einer Verletzung und Mittelfußschmerzen zeigte er auf der 5 km Strecke dennoch eine gute Laufleistung und biss sich durch. Nach 53:10 Minuten erreichte er auf dem 28. Platz von 43 Startern ein unter diesen Umständen absolut zufriedenstellendes Ergebnis.

Göttler und Mayer unter den Top 10 im gemeinsamen Damenrennen

Den Abschluss machte das gemeinsame Rennen der weiblichen Jugend A und der Juniorinnen. Nina Mayer startete in der Jugend A mit einem starken Schwimmen sowie einem guten ersten Wechsel und stieg im vorderen Teil des Feldes aufs Rad. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe schaffte sie nach drei extrem anstrengenden Runden den Anschluss an die Spitzengruppe. Das harte Radfahren forderte beim abschließenden Lauf jedoch seinen Tribut: Nachdem Nina drei von vier Laufrunden auf einem hervorragenden vierten Platz gelegen hatte, konnte sie diesen auf den letzten Metern nicht ganz verteidigen. Sie finishte nach 58:18 Minuten auf dem 7. Platz von insgesamt 37 Starterinnen.

Ihre Vereinskollegin Giulia Göttler erlebte bei den Juniorinnen ebenfalls ein echtes Kampfrennen: Sie musste sich bereits beim Schwimmen an den Bojen mächtig durchkämpfen und kam im Mittelfeld aus dem Wasser. Auf dem Rad wartete anschließend die harte Aufgabe, den Anschluss an die Spitzengruppe wiederherzustellen. Das gelang ihr eindrucksvoll: Mit der zweitbesten Radzeit der Altersklasse arbeitete sie sich extrem stark nach vorne. Über die abschließenden fünf Kilometer Laufen ging dann zwar nicht mehr viel, am Ende stand für sie aber ein sehr guter 9. Platz von 26 Starterinnen mit einer Endzeit von 57:29 Minuten zu Buche.

Gelungener Härtetest und Blick auf die DM

Der TV Forst bewies als Ausrichter viel organisatorisches Geschick um allen Altersklassen bestmögliche Rennbedingungen zu bieten. Für das Team des TSV Harburg war die zweite Station des Jugendcups ein echter Härtetest, der zeigt, dass der heimische Nachwuchs auch bei schwierigen äußeren Bedingungen, Verletzungspech und nationaler Konkurrenz absolut dagegenhalten kann. Weiter geht es für die Harburger Talente am 14. Juni: Die nächste Station des Nachwuchscups führt sie nach Lübeck, wo im Rahmen des Rennens gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird. (dra)