Ehrung

Sinnbild schwäbischer Baukultur: Oettingens Krone mit Denkmalpreis geehrt

Die neue Krone in Oettingen Bild: Manuel Habermeier
Seit fast einem Jahr ist das Hotel Krone wieder das erste Haus am Platz in Oettingen. Dem ging eine aufwändige Sanierungsphase voraus. Für das Ergebnis wurde die Krone nun mit dem schwäbischen Denkmalpreis ausgezeichnet.

Am Donnerstag stand für Oettingens Ersten Bürgermeister Thomas Heydecker ein besonderer Termin in Augsburg auf dem Programm. Zusammen mit Projektmanager Martin Götz und dem Architekten Hans-Heinrich Häffner durfte er beim Architektur- und Denkmalpreis des Bezirks Schwaben einen Anerkennungspreis für das Hotel Krone entgegennehmen.

„Die Auszeichnung durch den Bezirk Schwaben ist natürlich eine ganz besondere und herausragende Wertschätzung für die Arbeit, die die Architekten, die beteiligten Firmen und wir als Verantwortliche der Stadt Oettingen in den vergangenen knapp sechs Jahren geleistet haben“, erklärte Thomas Heydecker im Gespräch mit unserer Redaktion und fügte hinzu: „Positives Feedback von Gästen zur Architektur und Gestaltung des Hauses kriegen wir sehr oft. Dass das Projekt nun aber auch durch eine ausgewiesene Fach-Jury ausgezeichnet wird, ist eine umso schönere Anerkennung.“

Oettinges Erster Bürgermeister Thomas Heydecker (3.v.l.), Projektmanager Martin Götz (M.) und Architekt Hans-Heinrich Häffner (3.v.r.) bei der Preisverleihung. Bild: Manuel Habermeier

Das Hotel Krone, das Heydecker im Verleihungsvideo vor der Sanierung noch als „Problemfall“ bezeichnete, sei nun „eine absolute Bereicherung für Oettingen und den Standort“. Dadurch werde die gesamte Innenstadt aufgewertet.

Die Krone als Sinnbild der schwäbischen Baukultur

Die Bedeutung der Krone für die Stadt Oettingen hob auch Dr. Felix Guffler von der Bezirksheimatpflege Schwaben in seine Laudatio hervor. „Die Krone steht sinnbildlich für mehrere Aspekte unserer schwäbischen Baukultur.“ Zum einen sei sie ein bedeutendes mittelalterliches Bauwerk, zum anderen stadtbildprägend. „Darüber hinaus ist sie jedoch auch für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ein einmaliges Zeugnis. Hier haben wir über sechshundert Jahre Herbergsgewerbe architektonisch nahezu unverändert erhalten.“

Der Denkmalpreis wird seit 2002 vergeben und ehrt damit Objekte, die sich durch die fachliche Qualität der Maßnahme, das Engagement des Eigentümers, die Kreativität bei der Durchführung und die Bedeutung des Denkmals hervorheben – oder wie es der stellvertretende Bezirkstagspräsident Peter Schiele in Worte fasst: „: Gebäude, die die Baukultur vor Ort berücksichtigen, Dorf- und Stadtbilder erhalten und schließlich unsere Heimat bewahren.“

Das Projekt Krone wurde vom ausführenden Architekturbüro Feulner & Häffner zusammen mit der Stadt Oettingen eingereicht. Unter den Einreichungen wurde in diesem Jahr erstmals eine Vorauswahl getroffen, ehe neun Jurymitglieder die Preisträger bestimmten.

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

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