Grundschule Mitte

Die Moviebande gewinnt den Dokumentarfilmpreis beim 41. DOK.fest München

Das Bild zeigt: Bianca Gebele, Linda Weißgerber, Sofia Ledergos, Margherita Pelosi, Emely Reiber, Aaron Sengenberger Bild: Dieter Scholz
Im Rahmen des 41. DOK.fest München wurde die Moviebande der Grundschule Nördlingen-Mitte mit dem Dokumentarfilmpreis für junge Menschen 2026 ausgezeichnet. Prämiert wurde ihr Film „ÜBERLEBT – EINE WELT OHNE WLAN“, der mit Kreativität, Humor und gesellschaftlicher Relevanz überzeugte.

Das renommierte Dokumentarfilmfestival präsentierte vom 06. bis 25. Mai 2026 insgesamt 106 aktuelle Dokumentarfilme aus 49 Ländern und versteht sich als Plattform für gesellschaftlichen Dialog, kulturelle Bildung und Medienkompetenz. Mit dem Bildungsprogramm DOK.education fördert das Festival seit vielen Jahren junge Menschen im kreativen und reflektierten Umgang mit Film und Medien.

Die Jury zeigte sich begeistert von der Arbeit der jungen Filmemacher aus Nördlingen. Besonders hervorgehoben wurde die generationsübergreifende Perspektive des Films. Kinder und Erwachsene begegnen sich darin mit unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen – daraus entsteht eine ebenso unterhaltsame wie nachdenkliche Geschichte über Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und den gesellschaftlichen Wandel.

In ihrer Begründung lobte die Jury außerdem den bewussten und kreativen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Der Film zeige beispielhaft, wie KI nicht als Bedrohung, sondern als sinnvolles Werkzeug für kreative Prozesse genutzt werden könne – neugierig, kritisch und fantasievoll zugleich.

Unter dem Titel „Wissensdetektive“ erzählt der Film humorvoll vom Alltag früherer Generationen und vergleicht ihn mit heutigen Lebensweisen. Im Mittelpunkt steht ein Gespräch zwischen der Moderatorin Margherita und der Schülerin Leni aus einer Klima-AG. Ausgangspunkt ist eine Begegnung im Park mit einer älteren Frau, die Plastiktüten trägt. Während Leni zunächst Kritik übt, entwickelt sich daraus ein spannender Austausch über frühere Formen nachhaltigen Lebens: Mehrwegflaschen, Reparieren statt Wegwerfen, Einkaufen ohne Plastik oder der Schulweg zu Fuß.

Anschaulich werden diese Rückblicke durch Dreharbeiten im Museum KulturLand Ries unterstützt. Dort konnten historische Alltagssituationen authentisch nachgestellt werden – vom Einkaufen ohne Verpackungen bis zum Leben ohne moderne Technik.

Die sorgfältige Gestaltung, die abwechslungsreiche Erzählweise und die aufwendige Umsetzung mit zahlreichen Drehorten machten den Film zu einem besonderen Beitrag des Wettbewerbs.

An dem Projekt beteiligt waren Aaron Sengenberger, Linda Weißgerber, Leni Stöcklein, Margherita Pelosi und den beiden Protagonistinnen Erika Wüst und Katja Böckh. Für die Kameraarbeit zeichneten Aron Ruf, Emely Reiber, Bianca Gebele und Sofia Ledergos verantwortlich. Betreut wurde die Moviebande von Dieter Scholz.

Die Preisverleihung und Präsentation der ausgezeichneten Filme fanden im Kino der Hochschule für Fernsehen und Film München statt. (dra)