Jugendbaskettball

TVA Young Angels gewinnen an Erfahrungen

Das TVA Young Angels Team mit BG-Vorsitznder Ingrid Hecht-Wittmann (links) und den beiden Coaches Carina Unger (mit Krücken) und Sophie Kleim (ganz rechts). Bild: Kurt Wittmann
Vier Spiele auf hohem Niveau, wertvolle Erfahrungen und wichtige Erkenntnisse. Die TVA Young Angels lernten die Nachwuchs-Bundesliga kennen, wachsen als Mannschaft und legen den Anfang für die nächsten Schritte.

Als Neuling im Wettbewerb mussten die „TVA Young Angels“ ein Qualifikations-Turnier bestreiten um zum Haupt-Wettbewerb zugelassen zu werden. "Schon allein all die organisatorischen Hürden gemeistert zu haben um nach Ludwigsburg zum Turnier fahren, ist für uns ein erster Erfolg,“ ordnete Ingrid Hecht-Wittmann, die Vorsitzende der BG Donau-Ries, ein, die das Projekt angestoßen und begleitet hat.

Die Gegner am Samstag und Sonntag kamen aus Rosenheim, Ulm, Ludwigsburg und Bad Homburg. Im Modus „jeder gegen jeden“ wurden die zwei Besten ermittelt, die dann in die reguläre WNBL-Meisterschaft eingegliedert werden sollten. Für die Young Angels bedeutete dies, vier Spiele auf hohem Niveau gegen Gleichaltrige, mit denen man sich messen und in denen man wachsen konnte. Headcoach Carina Unger meint: „Unsere Spielerinnen gehören fast komplett dem jüngeren Jahrgang an. Deshalb ging es hier weniger darum, Spiele zu gewinnen als vielmehr Erfahrung zu gewinnen.“

Tatsächlich muss das Wochenende unter dem Schlagwort Erfahrung verbucht werden, denn viel zu holen gab es in Ludwigsburg nicht, gegen die Topteams aus Rosenheim und Ludwigsburg, die sich souverän qualifizierten, sowieso nicht, aber auch nicht gegen das gut zusammengestellte Team Mittelhessen aus Bad Homburg. Immerhin konnte man das letzte Match gegen Ulm ausgeglichen gestalten und verlor am Ende mit einem Punkt Unterschied.

Auch wenn damit zu rechnen war, vier Niederlagen tun natürlich erst einmal weh, gerade für eine so junge Mannschaft. Das Hauptaugenmerk der beiden Coaches Carina Unger und Sophie Kleim war es dann auch, ihre Spielerinnen zu stützen, aufzurichten, das Ganze einzuordnen sowie kleine positive Dinge in den Fokus zu rücken.

Für Trainer und Verantwortliche ist oft ein Satz entscheidend: „Wir haben nicht gegen Gleichaltrige verloren, sondern gegen Spielerinnen, die uns in der Entwicklung teilweise zwei Jahre voraus sind – und trotzdem waren wir teilweise konkurrenzfähig.“ Gerade im Jugendleistungssport gilt: Mit 15, 16 oder 17 Jahren sind zwei Jahre ein riesiger Unterschied, nicht zu vergleichen mit dem Unterschied zwischen einer 26- und einer 28-jährigen Spielerin.

Das Fazit des Wochenendes:

„Das Ergebnis ist nicht, dass wir vier Spiele verloren haben. Das Ergebnis ist, dass wir jetzt genau wissen, was Nachwuchs-Bundesliga bedeutet – und dass wir gesehen haben, dass wir dort eines Tages hingehören können.“

Mit etwas zeitlichem Abstand wird das Projekt YOUNG ANGELS mit der sportlichen Leitung nachbesprochen und evaluiert, so dass die richtigen Konsequenzen gezogen und die nächsten Schritte eingeleitet werden können. (dra)