So bleibt den Nördlingerinnen am Ende nur ein Blick zurück auf eine Saison, die von Beginn an unter keinem guten Stern stand. Schon in der Vorbereitung traf das Team ein schwerer Schlag: Kapitänin Lisa Berthold verletzte sich früh und fiel lange aus. Es folgten weitere Rückschläge mit verletzungsbedingten Ausfällen, Abgängen und ständig wechselnden Konstellationen. Kaum einmal konnte die Mannschaft in Bestbesetzung antreten – ein Umstand, der sich wie ein roter Faden durch die gesamte Spielzeit zog.
Und doch zeigte das Team immer wieder sein Potenzial. Gerade das macht diese Saison im Nachhinein so schmerzhaft. Zu oft waren die Angels nah dran und lieferten starke Auftritte gegen Topteams. Doch am Ende fehlte immer wieder das Quäntchen Glück oder die letzte Konsequenz. Insgesamt sieben Niederlagen mit weniger als zehn Punkten Unterschied, mehrere davon denkbar knapp, sprechen eine deutliche Sprache.
Ein besonderer Moment zum Saisonende ist dennoch der Besuch von Imeji Amojo, ehemalige Nationalspielerin und nun neue Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 1. DBBL. Ihr Kommen setzt ein kleines Zeichen der Verbundenheit und rundet eine schwierige Spielzeit zumindest emotional ab.
Die knappen Spiele sind es, die im Rückblick besonders schwer wiegen. Siege gegen direkte Konkurrenten – wie etwa gegen Herne – wären möglich gewesen und hätten der Saison eine ganz andere Richtung geben können. Stattdessen blieb den Angels immer wieder nur die Rolle des unglücklichen Verlierers.
So endet die Spielzeit 2025/2026 ernüchternd: Die gesteckten Ziele – das Pokalfinalwochenende und die Playoff-Teilnahme – wurden klar verfehlt. Und dennoch bleibt neben aller Enttäuschung auch die Erkenntnis, dass in dieser Mannschaft mehr steckt, als es die Tabelle am Ende zeigt – es ist der starke Zusammenhalt weit über Rückschläge hinaus ist. (dra)