Mit Musik, Schauspiel und viel Herzblut begeisterten die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen Anfang Mai ihr Publikum beim diesjährigen Musical. Neben langanhaltendem Applaus brachte der Abend noch etwas anderes hervor: eine Spendensumme von 1.000 Euro, die einem besonderen Bildungsprojekt zugutekommt.
Die Einnahmen aus der Spendenaktion wurden nun an die Initiative 1000 Schulen für die Welt übergeben. Dr. Timo Meister, der Leiter der Fachakademie, und seine Studierenden überreichten die Spende vergangene Woche an den ehemaligen Landrat Stefan Rößle, der die Initiative ins Leben gerufen hat. 1000 Schulen für unsere Welt ist inzwischen bundesweit aktiv und hat bereits über 300 Schulbauprojekte ermöglicht.
Erste Schule für Kinder mit Behinderung in Südafrika
Die Spende der Fachakademie fließt in ein ganz besonderes Projekt: In Südafrika entsteht die erste Schule des Landes, die speziell für Kinder mit Behinderung gebaut wird. Damit erhalten Kinder, denen bislang häufig der Zugang zu Bildung verwehrt blieb, erstmals die Chance auf einen Schulbesuch in einem auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Umfeld.
„Bildung eröffnet Zukunftschancen, unabhängig davon, wo ein Kind geboren wird oder welche Voraussetzungen es mitbringt. Deshalb freuen wir uns sehr, mit unserer Spende einen kleinen Beitrag zu diesem außergewöhnlichen Projekt leisten zu können“, betonte Schulleiter Dr. Timo Meister bei der Spendenübergabe.
Projektabschluss mit Nachklang
Für die Studierenden war die Spendenübergabe ein schöner Abschluss eines Projekts, das weit über die Bühne hinauswirkte. Wochenlang hatten sie das Musical vorbereitet, Kulissen gebaut, Kostüme gestaltet, geprobt und schließlich gemeinsam aufgeführt.
Die Studierenden haben mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, dass Kinder mit Behinderung künftig die Möglichkeit erhalten, eine Schule zu besuchen und gemeinsam zu lernen. Für die Fachakademie Maria Stern, an der täglich für das Wohl und die Zukunft von Kindern ausgebildet wird, ist diese Spende deshalb Ausdruck ihres Selbstverständnisses: Kinder verdienen Chancen. Überall auf der Welt. (dra)