Digitalpolitik

Digitalminister Dr. Fabian Mehring zu Gast beim Kiwanis Club Donauwörth

Bild: StMD / Kira Born
Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring ist der Einladung von Kiwanis-Präsidentin Christiane Kickum nach Donauwörth gefolgt. In einem Vortrag berichtet er über Bayerns Digitalpolitik und zukünftige Herausforderungen.

Zu Beginn seiner Rede sagte Bayerns jüngster Minister, der im letzten Jahr selbst Papa wurde: „Serving the children of the world“ ist das Motto Ihres Clubs, das mich beeindruckt und bewogen hat, der Einladung nachzukommen. In einer Zeit, in der das Ich Konjunktur hat, setzen Sie voll auf das Wir. Als erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer übernehmen Sie Verantwortung für Kinder, die unter schwierigeren Voraussetzungen groß werden müssen. Von dieser Haltung braucht unser Land dringend wieder mehr – weniger Wutbürger und mehr Mutbürger“, so Mehring unter dem Applaus seiner Zuhörer.

Mehring betont Herausforderungen

In seinem begeisternden Vortrag über Bayerns Digitalpolitik berichtete Mehring über die Aktivitäten seines Hauses als Bayerns Zukunftsministerium. Dabei seien die externen Herausforderungen für Menschen, Unternehmen und den Staat derzeit gewaltig: geopolitische Krisen und wirtschaftliche Unsicherheit treffen aktuell auf eine technologische Zeitenwende, die durch künstliche Intelligenz bewirkt werde.

Deutschland dürfe dabei laut Mehring nicht in einer passiven Zuschauerrolle verharren und tatenlos dabei zusehen, wie Player aus USA und Asien den Wohlstand der Zukunft untereinander aufteilen. „In Bayern strecken wir uns auf diesen Feldern selbst nach der Decke und sichern uns schon heute eigene Spitzenplätze auf den Märkten von morgen“, so der Minister, der hierzu auf eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz verweisen konnte. Immerhin sehen einschlägige internationale Studien den Digitalstandort Bayern inzwischen an der Spitze in Europa.

Digitalisierung als Lebensqualitätsverbesserer

Besonders deutlich wurde Mehring beim Thema Verwaltungsdigitalisierung: Während unser privates und berufliches Leben längst weitgehend digital ist, gelten Behörden noch viel zu oft als Heimat von Fax und Funkloch. Digitalisierung müsse deshalb nicht nur Einzug halten, sondern auch weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und eine bürgernahe Verwaltung bewirken – als Lebensqualitätsverbesserer für die Menschen und positiver Standortfaktor für die Wirtschaft.

Auch hier sei in Bayern zwar die Trendwende geschafft, sodass heute 88 der 100 digitalsten Städte und Gemeinden Deutschlands Kommunen aus Bayern sind. „Deutscher Meister der Verwaltungsdigitalisierung zu sein bedeutet aber, der Einäugige unter den Blinden zu sein. Da geht noch mehr!“, findet Minister Mehring ehrgeizig und will seinen Erfolgsweg deshalb konsequent weitergehen.

Mehrings zentrale Botschaft: „Unser Land braucht ein neues Wirtschaftswunder.“ Dafür brauche es neben Technologie auch politische Reformen, neues Vertrauen und eine andere Mentalität: „Den Rücken durchstrecken, mit dem Jammern aufhören und wieder mehr Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln. Oder anders gesagt: weniger Wutbürger, mehr Mutbürger.“

Kiwanis Club als Vorbild in herausfordernden Zeiten

Zum Abschluss des Abends dankte Mehring den Kiwaniern persönlich: „Aus dem eigenen Erfolg erwächst die Verantwortung, sich um diejenigen zu kümmern, die es schwerer haben. Genau diese Haltung leben die Mitglieder des Kiwanis Clubs in Donauwörth eindrucksvoll vor und sind damit ein echtes Vorbild in herausfordernden Zeiten“, so der Minister.

„Das war ein starker Abend mit klaren Worten und spannenden Impulsen“, freute sich nicht nur Präsidentin Kickum über den besonderen Ministerbesuch in Donauwörth, den sich auch Oberbürgermeister Jürgen Sorré nicht entgehen ließ. (dra)