Die Nachricht kommt für viele Besucher sicher überraschend, denn heute sollte es wieder weitergehen. Die Donauwelle am Alten Donauhafen bleibt ab sofort vorübergehend geschlossen. Stefano Messina und Michael Öhlhorn informierten darüber am Donnerstag in einem Instagram Reel. Die Schließung gilt dabei nicht nur für den heutigen Tag, sondern bis die erforderlichen Formalitäten abgeschlossen sind.
„Wir machen eine kleine Pause und geben Gas, machen unsere Hausaufgaben und sind bemüht“, erklärt Stefano Messina in dem Video. Michael Öhlhorn ergänzt: „Wir sind bemüht, die Stadt ist auch bemüht.“ Beide machen damit deutlich, dass hinter der Schließung keine Unstimmigkeiten stehen, sondern gemeinsam an einer schnellen Lösung gearbeitet wird.
Erfolg trifft Bürokratie
Der Hintergrund ist ausgerechnet der große Erfolg des neuen Treffpunkts am Donauhafen. Wie Stadtsprecher Mirko Zeitler gegenüber Donau-Ries-Aktuell erklärt, habe die Resonanz die Erwartungen deutlich übertroffen. „Somit ist das, was wir als Nutzung genehmigt haben, nicht mehr zutreffend“, so Zeitler. Das ursprünglich genehmigte Konzept eines klassischen Kioskbetriebs entspreche nicht mehr der tatsächlichen Nutzung, nachdem die Donauwelle innerhalb weniger Tage zu einem stark frequentierten Treffpunkt geworden sei. Die Stadt müsse deshalb nun die formalen Voraussetzungen anpassen.
„Der Zuspruch ist toll, aber wir sind eine Stadt, wir sind allen Bürgern verpflichtet – auch den Anliegern. Deshalb braucht es formal eine Genehmigung, auch um möglichen Klagen aus dem Weg zu gehen“, erläutert Zeitler. Ziel sei es, den Betrieb rechtssicher aufzustellen und gleichzeitig die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. „Einen Zeitrahmen können wir noch nicht nennen, da auch andere Behörden beteiligt sind. Wir haben aber alle informiert und leiten die Unterlagen schnellstens weiter."
Dass die Donauwelle dauerhaft geschlossen bleibt, sei ausdrücklich nicht das Ziel. Im Gegenteil: „Klar ist aber: Wir als Stadt wollen das Projekt und unterstützen das weiter. Wenn die Stadt und die Betreiber nun an einem Strang ziehen, dann schaffen wir das“, betont der Stadtsprecher. Damit ist die vorübergehende Schließung vor allem ein verwaltungsrechtlicher Schritt. Erst wenn diese Formalitäten abgeschlossen sind, wird die Donauwelle wieder ihre öffnen können - einen Schritt, den man in der Stadt definitiv unterstützen möchte.