„Wir setzen voll darauf, dass es klappt“, sagt Johannes Schimmer, Präsident des CCB Bäumenheim. Seit April dieses Jahres, kurz nach den Kommunalwahlen, sei der Verein deshalb intensiv mit der Gemeinde und weiteren Beteiligten im Gespräch. Auch Termine mit dem Landratsamt und der Polizei habe es gegeben. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Frage, welche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind.
Weniger Wagen, veränderte Aufstellung
Um den organisatorischen und finanziellen Aufwand zu reduzieren, plant der Faschingsverein Veränderungen am Umzug. So soll die Aufstellung künftig nicht mehr außerhalb des Ortes im Industriegebiet in der Anton-Jaumann-Straße, sondern mehr in den Ort verlegt werden. Die Zahl der teilnehmenden Wagen soll ebenfalls deutlich sinken. Waren zuletzt rund 85 Zugnummern dabei, sollen künftig rund 20 Nummern weniger vergeben werden.
„Wir waren die ganze Zeit nicht untätig“, betont Schimmer. Der Verein habe sich intensiv damit beschäftigt, was verbessert werden könne und wo sich Kosten einsparen ließen. Denn die Ausgaben sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Vor allem Security, Bauzäune und z.B. Getränke schlagen inzwischen stärker zu Buche. Auch die Reinigung der Veranstaltungsstrecke durch eine externe Firma sei extrem teuer.
Hallenkapazität ist entscheidend
Die größte offene Frage ist derzeit allerdings die Kapazität der Schmutterhalle. „Wenn wir wieder nur 1.000 Leute in die Halle reinlassen dürfen, dann macht das vermutlich keinen Sinn“, erklärt Schimmer. Davon hängt nun letztlich auch ab, ob sich der Nachtumzug wirtschaftlich darstellen lässt.
Vor Corona hatte der Nachtumzug noch fünfstellige Gewinne für den Verein erwirtschaftet. Nach der Rückkehr aus der Corona-Pause blieb davon nicht mehr viel übrig. Eine alternative Faschingsparty in diesem Jahr habe zwar ebenfalls etwas Geld eingebracht, sei für den CCB aber keine wirkliche Alternative zum Nachtumzug. Deshalb wolle man weiter intensiv daran arbeiten, den Nachtumzug wieder auf die Beine zu stellen.
„Der Verein steht geschlossen dahinter“
Bevor der CCB die Planungen weiter vorantrieb, habe man auch intern die Bereitschaft abgefragt. Das Ergebnis sei eindeutig gewesen: Der Verein steht geschlossen hinter einer Rückkehr des Nachtumzugs. Auch Helfer seien kein Problem. „Wir sind in der Vereinsarbeit so gut aufgestellt, dass wir kein Problem haben, Helfer zu finden“, sagt Schimmer. Zwar sei die Organisation des Nachtumzugs für alle Beteiligten ein enormer Aufwand, trotzdem wolle man die Veranstaltung zurück.
Das Interesse von außen sei ebenfalls groß. Schon jetzt hätten sich zahlreiche Gruppen bei den Schlafmützen gemeldet. „Wenn wir die Anmeldung morgen freischalten, wären wir übermorgen voll“, meint Schimmer. Denn eines sei deutlich spürbar: Der Nachtumzug fehlt. Für Schimmer gehört der Umzug inzwischen auch zum kulturellen Leben der Gemeinde. Selbst wenn es natürlich auch kritische Stimmen gebe, die die Veranstaltung lediglich mit Alkoholkonsum verbinden.
Ob der Nachtumzug am Rußigen Freitag, 5. Februar 2027, tatsächlich stattfinden kann, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Die Gespräche über Sicherheitskonzept, Hallenkapazität und weitere Rahmenbedingungen laufen. Der CCB will alles daransetzen, dass es klappt. Eine endgültige Entscheidung soll Ende September fallen.