Die Landesgartenschau 2028 in Donauwörth soll nicht nur für die Stadt, sondern für die gesamte Region zur Bühne werden. Auch der Landkreis Donau-Ries möchte sich mit einem eigenen Regionalbeitrag präsentieren. Der Kreistag hat nun den Startschuss für die weitere konzeptionelle Ausarbeitung gegeben.
Wie Klemens Heininger, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit, erläuterte, sei eine Beteiligung des Landkreises beispielsweise mit einem Pavillon und einer eigenen Ausstellungsfläche denkbar. Als mögliche Standorte kommen der Donauspitz oder der Heilig-Kreuz-Garten infrage. Bevorzugt wird dabei der Donauspitz: Dort könnte der Landkreis eine exklusive Fläche erhalten. Auch eine Bühne wäre an diesem Standort grundsätzlich möglich. Im Heilig-Kreuz-Garten wäre hingegen keine exklusive Lage vorgesehen.
Bereits bei der Kleinen Landesgartenschau in Rain im Jahr 2009 hatte sich der Landkreis mit einem Regionalbeitrag beteiligt, erinnerte Heininger.
Alle 44 Städte und Gemeinden sollen eingebunden werden
Ziel ist es, die gesamte Region im Regionalbeitrag sichtbar zu machen. Nach den bisherigen Überlegungen sollen deshalb alle 44 Städte und Gemeinden des Landkreises beteiligt werden. Auch die Handwerkerschaft, Schulen und soziale Einrichtungen könnten Teil des Konzepts werden. Das Thema Nachhaltigkeit soll eine übergeordnete Rolle spielen.
Kreisrat Martin Stegmair (FW) brachte zudem den Gedanken ein, den Bau des Pavillons im Rahmen von Projektarbeiten durch Schülerinnen und Schüler umsetzen zu lassen. Dadurch könnten die Jugendlichen nicht nur praktisch mitarbeiten, sondern später auch sehen, wie ihre Arbeit im Rahmen der Landesgartenschau genutzt wird.
Für Dinkelmeier ist der geplante Beitrag ein „Aushängeschild“ für den gesamten Landkreis. Aus dem Kreistag kam grundsätzlich breite Unterstützung für die Beteiligung.
Steffen Höhn (CSU) bezeichnete die Landesgartenschau als große Chance für Donauwörth und die gesamte Region. Donauwörth habe die Gelegenheit ergriffen, sich als Austragungsort zu präsentieren. Nun könne sich auch der Landkreis mit seinen lokalen Stärken einbringen. Wichtig sei dabei, dass der Beitrag authentisch und echt werde und möglichst auch nach dem Ende der Landesgartenschau eine sinnvolle Nachnutzung erhalte. Gleichzeitig verwies Höhn auf die noch offenen finanziellen Fragen. Die Kosten und die konkrete Ausgestaltung müssten zeitnah geklärt werden.
Kosten und Nachnutzung noch offen
Auch Claudia Müller (SPD) betonte die Bedeutung der Beteiligung. Die Landesgartenschau werde ein großes Ereignis für den gesamten Landkreis. Deshalb sei es wichtig, dass das Gremium engmaschig in die weitere Planung eingebunden werde. Schulen und Handwerk könnten dabei wichtige Partner sein, ebenso soziale Einrichtungen. Bei der Finanzierung brachte sie unter anderem Einsparungen bei anderen Messeauftritten als mögliche Gegenfinanzierung ins Gespräch.
Albert Riedelsheimer (Die Grünen) sprach sich ebenfalls klar für eine Beteiligung aus. Der Donauspitz sei aus seiner Sicht ein passender Standort, da dort die Flüsse des Landkreises zusammenfließen. Wichtig sei, jetzt mit den Planungen zu beginnen und gleichzeitig an anderer Stelle mögliche Einsparungen zu prüfen.
Dr. Barbara Wunder (PWG) hob insbesondere die Bedeutung der späteren Nachnutzung hervor. Gleichzeitig fehle derzeit noch eine konkrete Darstellung der zu erwartenden Kosten.
Mit dem Beschluss des Kreistags kann die Verwaltung nun in die konzeptionelle Ausarbeitung einsteigen. Dabei sollen sowohl die konkrete Gestaltung als auch mögliche Partner, die Kosten und die spätere Nutzung des Beitrags noch in diesem Jahr konkretisiert werden.