Infoabend

Landesgartenschau 2028: Donauwörth sucht mindestens 500 Ehrenamtliche

Von links: Nicole Scherbaum (LGS-Ehrenamtsbeauftragte), Patrick Wörle (Geschäftsführer LGS Donauwörth) und Jürgen Sorré (Oberbürgermeister Stadt Donauwörth) präsentieren das Ehrenamtskonzept für die Landesgartenschau 2028. Bild: Thomas Oesterer
Besucher begrüßen, Veranstaltungen unterstützen oder Grünanlagen pflegen: Für die Landesgartenschau 2028 in Donauwörth werden rund 500 Ehrenamtliche gesucht. Was hinter dem Konzept steckt.

Bis zur Landesgartenschau in Donauwörth sind es noch rund eineinhalb Jahre. Neben den baulichen und organisatorischen Vorbereitungen beschäftigt sich das Team bereits mit einer weiteren Aufgabe: der Suche nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Rund 500 Menschen sollen die Gartenschau unterstützen. Wie das konkret aussehen kann, erfuhren Interessierte am Mittwochabend beim ersten Ehrenamts-Infoabend. Rund 120 Interessierte waren persönlich vor Ort, um sich ein Bild von potenziellen Aufgabenfeldern zu machen. 

Gemeinsam mit Donauwörths Oberbürgermeister Jürgen Sorré und der LGS-Ehrenamtsbeauftragten Nicole Scherbaum stellte Geschäftsführer Patrick Wörle die geplanten Einsatzmöglichkeiten vor. Dabei wurde deutlich, dass die Aufgaben weit über die Betreuung der Besucherinnen und Besucher hinausgehen. Gesucht werden auch Menschen, die bei der Pflege des Geländes mithelfen, kleinere Reparaturen übernehmen oder Veranstaltungen unterstützen.

„Wir brauchen die Menschen. Wir brauchen Sie“, betonte Wörle. Das Organisationsteam könne Parkanlagen bauen, Veranstaltungen planen und Abläufe koordinieren. „Aber eines können wir nicht: Wir können das Gelände nicht lebendig machen. Das schaffen Sie“, sagte der Geschäftsführer. 

Viele unterschiedliche Einsatzbereiche

Wie vielfältig die Aufgabenbereiche tatsächlich sind, wurde im Laufe des Abends recht schnell deutlich. Hinzu kommen sollen in Zukunft außerdem noch Ehrenamtliche, die während der Landesgartenschau Führung über das Gelände anbieten. Am Mittwoch wurden den Interessierten allerdings zunächst folgende acht Teams vorgestellt: 

  • Team Facility 
  • Team Mobilität 
  • Team Gelände
  • Team Promotion 
  • Team Ausstellungsbetreuung
  • Team Grünpflege
  • Team Willkommen 
  • Team Veranstaltungsunterstützung

Ehrenamtliche sollen Besucher begrüßen, Fragen beantworten und bei der Orientierung auf dem Gelände helfen. Auch die Unterstützung bei Veranstaltungen, die Betreuung von Ausstellungen und die Pflege der Grünanlagen gehören dazu. Hinzu kommen die Begleitung von Schul- und Kindergartengruppen sowie die Ausgabe von Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Buggys. Ab 2027 sollen Freiwillige außerdem bei Messen und Veranstaltungen für die Landesgartenschau werben. Der Einlass hingegen wird laut der Verantwortlichen an eine Fremdfirma vergeben. 

Oberbürgermeister Sorré sieht in dem Engagement auch eine Möglichkeit, die Gartenschau gemeinsam mit der Bevölkerung zu gestalten. „Wir wünschen uns, dass wir am Ende einen Stamm von fünfhundert Ehrenamtlichen haben“, erklärte er mit Blick auf das Ziel für den Sommer 2028. Die Veranstaltung solle „eine Landesgartenschau von uns allen für uns alle“ werden. Zugleich verwies Sorré auf die langfristige Bedeutung des Projekts: Die neu gestalteten Grünflächen und Verbindungen sollen Donauwörth auch nach dem Ende der Gartenschau erhalten bleiben.

Engagement soll flexibel bleiben

Wie viel Zeit die Ehrenamtlichen investieren, soll sich an ihren persönlichen Möglichkeiten orientieren. Als Richtwert nannte das Organisationsteam etwa 70 Stunden pro Person. Das entspricht im Durchschnitt ungefähr drei Stunden pro Woche. Ein Teil der Aufgaben fällt bereits vor der Eröffnung an, andere während der Gartenschau.

Die Helferinnen und Helfer müssen sich nicht von Beginn an auf ein einziges Team festlegen. Die Schichten sollen über eine digitale Planung organisiert werden, sodass Interessierte ihre Einsätze selbst auswählen können. Vorgesehen sind außerdem Schulungen und eine Führung über das Gelände vor der Eröffnung. Als Anerkennung erhalten die Ehrenamtlichen unter anderem zwei T-Shirts, eine Jacke, ein Gutscheinheft mit Angeboten regionaler Unternehmen und kostenlosen Zugang zur LGS.

Bild: Janine Knoll; Landesgartenschau Donauwörth 2028 GmbH

Ellwangen als Vergleich

Dass ehrenamtliche Arbeit bei einer Landesgartenschau einen erheblichen Umfang erreichen kann, zeigte zuletzt das Beispiel Ellwangen. Bei der Gartenschau 2026 engagierten sich nach Angaben der Veranstalter rund 1.040 Ehrenamtliche. Sie leisteten während der 164 Veranstaltungstage insgesamt etwa 72.000 Stunden und übernahmen rund 15.000 Schichten – unter anderem bei der Geländepflege, am Einlass, bei Veranstaltungen und Führungen. Für Donauwörth ist das ein möglicher Vergleichswert, auch wenn Umfang und Aufgaben der beiden Gartenschauen nicht unmittelbar gleichzusetzen sind.

Neben dem gestrigen Abend sollen in naher Zukunft auch weitere Info-Veranstaltungen zum Ehrenamt folgen - u.a. mit Vereinen und zum Thema Führungen. 

Für das Ehrenamt anmelden - so einfach geht's:

Interessierte können sich über die Internetseite der Landesgartenschau unter www.donauwoerth2028.de/mitmachen informieren und anmelden. Fragen und Anmeldungen sind auch per E-Mail an ehrenamt@donau2028.de möglich.

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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