BKH Donauwörth

Dr. Maria Panzirsch schließt Promotion mit Bestnote ab

Dr. Maria Panzirsch mit PD Dr. Karel Frasch (rechts) und Prof. Dr. Reinhold Kilian, die ihre Dissertation betreut haben. Bild: Sammlung Panzirsch
Die Psychologische Psychotherapeutin am BKH Donauwörth hat ihre Promotion zur Dr. biol. hum. mit der Note 1,0 abgeschlossen. Die 38-Jährige arbeitet seit 2015 in verschiedenen Funktionen am Bezirkskrankenhaus (BKH) Donauwörth. 

Maria Panzirsch hat vor kurzem erfolgreich ihre Promotion zur Doktorin der Humanbiologie (Dr. biol. hum.) abgeschlossen. Die 38-Jährige arbeitet seit 2015 in verschiedenen Funktionen am Bezirkskrankenhaus (BKH) Donauwörth. Seit ihrer Approbation ist sie als Psychologische Psychotherapeutin tätig. Zusätzlich engagiert sich die verheiratete Mutter von zwei Kindern seit Anfang 2022 in ihrer eigenen Niederlassung mit Kassensitz in Asbach-Bäumenheim. 

„Es kommt an einem kleinen Standort wie dem unsrigen nicht oft vor, dass jemand erfolgreich promoviert. Von daher ist das etwas Besonderes“, sagt der Ärztliche Direktor des BKH, PD Dr. Karel Frasch. Gemeinsam mit Prof. Dr. Reinhold Kilian (BKH Günzburg/Universität Ulm) hat er die Dissertation von Maria Panzirsch betreut. Außerdem war er mit Prof. Dr. Ferdinand Keller Wahlprüfer. 

Das Thema der Doktorarbeit lautet: „Veränderung der Männlichkeitsorientierung und berufsbezogenen Einstellungen im Behandlungsverlauf bei Männern mit depressiven Erkrankungen – eine latente Klassen-, Transitions- und Pfadanalyse“. Hintergrund ist, dass Männer deutlich häufiger Suizid begehen als Frauen, aber seltener Hilfe suchen. 

Traditionelle Männlichkeitsnormen und arbeitsbezogene Leistungsorientierungen erschwerten oft den Zugang zu Therapie. Bisher war kaum untersucht worden, ob und wie sich diese Orientierungen im Therapieverlauf ändern. In ihrer Studie, für die 313 Männer in acht Kliniken in Süddeutschland (darunter das BKH Donauwörth) rekrutiert wurden, fand Maria Panzirsch heraus: Geschlechtersensible Psychotherapie ist kein Zusatz, sondern ein wirksamer Behandlungsfaktor. 

Der gezielte Abbau von Stigma und die Reflexion traditioneller Männlichkeitsnormen verbessern Therapieergebnisse. Und schließlich: Die Ergebnisse liefern eine empirische Grundlage für eine differenziertere Behandlung depressiver Männer im klinischen Alltag. 

Für ihre Arbeit und ihre mündliche Prüfungsleistung erhielt Dr. Panzirsch von sämtlichen sieben Prüfern der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm die Note 1,0. (dra)