Öffentlicher Nahverkehr

Riesbahn und Hesselbergbahn verbinden: Fahrplan-Feintuning sichert Bahnhalt Wörnitzstein und Reaktivierung

Auf dem Bild zu sehen (von links): Albert Riedelsheimer, Gisela Sengl, Eva Lettenbauer, Andrea Eireiner. Bild: Khalid Alnajar
Der Erhalt des Bahnhalts Wörnitzstein und die Reaktivierung der Hesselbergbahn sind ohne kostspielige Großbaustellen oder Streckenstilllegungen möglich. Dies betonten der Landratskandidat der Grünen, Albert Riedelsheimer, und die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer und Andrea Eireiner bei einem Vor-Ort-Termin der Kreistagsmitglieder am Bahnhof Wörnitzstein.

Zu Gast war die Co-Landesvorsitzende der bayerischen Grünen Gisela Sengl. Gemeinsam machen sie deutlich: Riesbahn und Hesselbergbahn sind ein wichtiger Baustein, um bayernweit attraktiv und mit bezahlbaren Ticketpreisen Bahnfahren zu können. Statt auf aufwändige Infrastrukturmaßnahmen zu setzen, arbeiten die Donau-Rieser Grünen an einem pragmatischen Fahrplan-Feintuning, das sowohl den Anschluss der Hesselbergbahn an die Riesbahn in Nördlingen als auch den Erhalt des Haltepunkts Wörnitzstein ermöglicht.

Sie kritisieren seit Jahren, dass vor allem über langwierige bauliche Lösungen diskutiert wird, um die Fahrtzeit auf der Riesbahn (Donauwörth–Aalen) zu verkürzen. Doch dieses Vorhaben würde Jahre in Anspruch nehmen und hohe Kosten verursachen und sieht zudem die Streichung des Bahnhalts Wörnitzstein vor, was für die Anwohner eine deutliche Verschlechterung der Mobilitätsangebote bedeuten würde. „Das ist nicht hinnehmbar“, erklärt Albert Riedelsheimer. „Wir wollen den Bahnhalt Wörnitzstein erhalten.“ Lettenbauer erläutert: „Mit kleinen Anpassungen im Fahrplan und einer optimierten Gleisbelegung in Donauwörth lassen sich Hesselbergbahn und Riesbahn schnell, kostengünstig und ohne Eingriffe in die Infrastruktur verbinden.“

Fahrplanoptimierung statt Warten auf Großbaustellen
Kern der Lösung sind eine Verschiebung von Zugkreuzungen sowie minimale zeitliche Anpassungen der Fahrpläne. „Diese Lösung ist ein Gewinn für alle“, so Riedelsheimer. „Die Hesselbergbahn kann reaktiviert werden und stärkt die Mobilität im Ries. Wörnitzstein behält seinen Bahnhalt und damit eine gute Anbindung.“ Gerade seid der Wiederinbetriebnahme der Hesselbergbahn von Gunzenhausen bis Wassertrüdingen sei die der Bedarf und die Forderung nach einer Weiterfahrt bis Nördlingen größer denn je, berichtet Lettenbauer. „Es funktioniert, dass die Hesselbergbahn einen verlässlichen Anschluss an die Riesbahn erhält und der Bahnhalt Wörnitzstein bleibt.“ Die Reaktivierung der Hesselbergbahn (Wassertrüdingen–Nördlingen) rückt damit in greifbare Nähe, ohne dass Pendlerinnen und Pendler oder Anwohnerinnen und Anwohner auf wichtige Haltepunkte verzichten müssen. (dra)