Nach seinem Wahlsieg blickt Florian Mittler auf einen langen Wahlabend zurück. Gemeinsam mit Unterstützern von PWG und CSU habe man bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Entsprechend kurz sei die Nacht nach der Wahl gewesen, schmunzelt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Dennoch habe er am Montagmorgen bereits wieder ein wichtiges Arbeitsmeeting wahrgenommen.
In den kommenden Wochen will sich Mittler intensiv auf sein neues Amt vorbereiten. Abseits seiner beruflichen Termine möchte er jede freie Minute für die Einarbeitung nutzen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei bereits jetzt ein großes Projekt der Gemeinde: der Neubau des Hallenbades und des Schulzentrums in Bäumenheim. Für Mittler ist klar, dass hier eine gründliche Einarbeitung notwendig ist. Gleichzeitig setzt er auf die Erfahrung der beteiligten Gemeinde- und Verbandsräte Michael Haller und Peter Naumann. Zum Zweckverband des Hallenbades gehören neben Asbach-Bäumenheim auch die Gemeinden Mertingen und Oberndorf. Dort sei Franz Moll eine wichtige Konstante. In Mertingen wurde mit Stephan Kreuzer ebenfalls ein neuer Bürgermeister gewählt, der sich nun ebenfalls in die Themen einarbeiten muss.
Kennenlernen der Verwaltung im Fokus
Wenn er im Mai offiziell sein Amt antritt, möchte Mittler zunächst die Verwaltung genauer kennenlernen. "Ein gemeinsamer enger Austausch mit der Verwaltung ist mir sehr wichtig", sagt Mittler.
Auch über mögliche Stellvertreter werde in den kommenden Tagen und Wochen gesprochen. Mit Andreas Mayer und dessen Team habe er einen „tollen Wahlkampf“ geführt, weshalb Mayer grundsätzlich als Stellvertreter infrage komme. Erste Gespräche habe es bereits gegeben, weitere sollen folgen.
Der amtierende Bürgermeister Martin Paninka zeigte sich am Wahlabend hingegen deutlich niedergeschlagen für den Wahlausgang. „Das Ergebnis ist massiv enttäuschend. Ich hatte mit einem knappen Wahlausgang gerechnet. So zu verlieren ist natürlich schon ein Hammer“, sagte er. Als möglichen Grund nennt Paninka unter anderem die geringe Wahlbeteiligung: „Florian Mittler hat seine Wähler mobilisieren können, ich meine vermutlich nicht.“
Wie es für ihn persönlich weitergeht, sei derzeit noch offen. Sorgen mache er sich darüber jedoch nicht. Zunächst wolle er Urlaub machen und anschließend sein Amt geordnet übergeben. Wichtig sei ihm dabei vor allem, dass das Großprojekt Neubau Schul- und Sportzentrum weiterhin gut vorangebracht werde. „Wir haben ein Riesenprojekt an der Backe. Es ist ganz wichtig, dass er (Anm. d. Red.: gemeint ist Florian Mittler) dort vernünftig einsteigen kann und es gut weiterführen kann.“