Es ist wieder so weit: In der Nacht auf Sonntag, den 29. März, beginnt um 02:00 Uhr die Sommerzeit und die Uhren werden eine Stunde vorgestellt. „Die Zeitumstellung kann bei einigen Menschen den sogenannten Biorhythmus durcheinanderbringen“, weiß Cornelia Zink, Gesundheitsexpertin bei der AOK Donau-Ries. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit steht man eine Stunde früher auf und der individuelle Tagesrhythmus verschiebt sich dadurch etwas. Obwohl die Morgendämmerung jahreszeitenbedingt bereits früher einsetzt, starten viele Menschen mit Beginn der Sommerzeit wieder im Dunkeln in den Tag.
Tageslicht ist entscheidend
Unser Gehirn steuert einige Körperfunktionen nach einem inneren Tagesrhythmus, der unter anderem vom natürlichen Licht beeinflusst wird. Befindet sich der Organismus noch im Nachtmodus, kann dies dazu führen, dass das Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechsel nur langsam in Gang kommen. „Manche Menschen reagieren besonders sensibel auf die Umstellung und leiden vorübergehend unter Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsproblemen oder Appetitlosigkeit“, so Zink.
Wie schnell sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt, ist individuell unterschiedlich. Viele Menschen merken die Zeitumstellung kaum oder haben sich nach zwei bis drei Tagen darauf eingestellt, bei anderen kann es auch ein paar Wochen dauern.
Gut vorbereitet für die Sommerzeit
Es ist empfehlenswert, den Schlafrhythmus bereits im Vorfeld schrittweise anzupassen. „Wer zum Beispiel schon einige Tage vorher etwas zeitiger zu Bett geht und morgens früher aufsteht, kann seinen Körper an die bevorstehende Zeitumstellung gewöhnen“, erklärt Zink. Auf den gewohnten Mittagsschlaf
sollte man in den Tagen nach der Zeitanpassung besser verzichten. Wer sich bei Tageslicht viel draußen aufhält, gewöhnt seine innere Uhr schneller an den neuen Tagesrhythmus. Um gut schlafen zu können, ist es ratsam, ein leichtes Abendessen zu sich zu nehmen und abends auf Alkohol und Koffein zu verzichten. Auch Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training können helfen, besser ein- und durchzuschlafen. „Und wer es sich erlauben kann, sollte am Tag nach der Zeitverschiebung einfach etwas länger im Bett bleiben und die Woche ruhig beginnen“, rät Zink. (dra)