Als sie fünf oder sechs Jahre alt war, begann Charlotte Lorusso zu singen. Woher die musikalische Ader kommt, ist nicht ganz klar. Vielleicht, sagt sie, von ihrer Oma. Sicher ist: Die Freude am Gesang war von Anfang an da. Ab ihrem 13. Lebensjahr erhielt sie regelmäßig klassischen Gesangsunterricht. Schon früh merkte sie, dass das Singen für sie mehr als ein Hobby ist. Als Jugendliche stand für sie fest, dass sie diesen Weg beruflich einschlagen möchte. Dabei war ihr damals schon bewusst: „Zum Singen gehört viel Talent aber auch viel Technik.“
2009 wurde sie im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ als Preisträgerin ausgezeichnet. Vor ihrem Studium war sie Mitglied im Bayerischer Landesjugendchor und erhielt privaten Unterricht bei renommierten Lehrkräften. 2013 begann sie ihr Gesangsstudium am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg – als eine von nur drei Studierenden, die sich unter rund 200 Bewerberinnen und Bewerbern durchsetzen konnten. Dort wurde nicht nur eine gute Stimme erwartet. Auch Klavierspiel, fundiertes musiktheoretisches Wissen und schauspielerisches Talent waren gefragt. 2017 wechselte sie an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, wo sie 2018 ihr Studium abschloss.
Bereits während ihres Studiums war sie in Kurt Weills „Der Silbersee“, im Musiktheater „Der Sandmann“ nach E.T.A. Hoffmann, in „Die Welt auf dem Mond“ in Weimar, in „Hänsel und Gretel“ in der Jenaer Philharmonie sowie in „Dido und Aenaes“ in München zu hören.
Auch als Oratorien- und Konzertsängerin wirkte sie in zahlreichen Aufführungen mit, unter anderem im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, im Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart A im Goldenen Saal in Augsburg und im Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns.
Klassisches Singen ist körperliche Höchstleistung
Nach dem Studium entschied sich die 35-Jährige jedoch bewusst gegen eine Bühnenkarriere. Man müsse viel umziehen und habe meist keinen sicheren Job. Stattdessen gibt sie ihre Leidenschaft jetzt als Musikpädagogin und Gesangslehrerin weiter. An der Domsingschule in München bildet sie Kinder und junge Erwachsene in Stimmbildung und Gesang aus. Dabei ist für sie klar: „Der Atem ist das Wichtigste.“ Und weiter: „Singen im klassischen Bereich ist Höchstleistung für den Körper.“
Ihre Leidenschaft gilt der klassischen Musik. Besonders haben es ihr romantische Opern von Puccini angetan, ebenso die Werke von Johannes Brahms und Giuseppe Verdi. Aber auch moderne klassische Musik findet sie spannend, denn diese zeige, wie lebendig und wandelbar Klassik ist.
Als Gesangslehrerin ist sie überzeugt: „Klassik ist für jeden gut.“ Mit der richtigen Technik könne man sogar „zwei bis drei Stunden singen“, weil Atemführung und Körperarbeit gezielt geschult werden.
Trotz ihrer Tätigkeit als Musikpädagogin steht sie weiterhin regelmäßig selbst auf der Bühne, oft bei Kirchenkonzerten, sowohl in München als auch in ihrer Heimatregion, zuletzt etwa in Mertingen, Rain und Asbach-Bäumenheim. Besonders eindrucksvoll sind Auftritte in der Münchner Frauenkirche.
Die schönsten Momente ihres Berufs erlebt sie nach einem Konzert, wenn das Publikum sagt, es habe Gänsehaut bekommen oder sogar zu weinen begonnen.
Als Gesangslehrerin ist sie überzeugt: „Klassik ist für jeden gut.“ Mit der richtigen Technik könne man sogar „zwei bis drei Stunden singen“, weil Atemführung und Körperarbeit gezielt geschult werden.
Trotz ihrer Tätigkeit als Musikpädagogin steht sie weiterhin regelmäßig selbst auf der Bühne, oft bei Kirchenkonzerten, sowohl in München als auch in ihrer Heimatregion, zuletzt etwa in Mertingen, Rain und Asbach-Bäumenheim. Besonders eindrucksvoll sind Auftritte in der Münchner Frauenkirche.
Die schönsten Momente ihres Berufs erlebt sie nach einem Konzert, wenn das Publikum sagt, es habe Gänsehaut bekommen oder sogar zu weinen begonnen.