26. Januar 2018, 00:10

Nördlingen bekommt ein MRT

Nördlingen bekommt ein MRT. Gestern wurde der Vertrag unterschrieben, Bei der Unterzeichnung waren dabei: (sitzend) Dr. Florian Pachmayr (Radiologicum Donauwörth (RD)), Jürgen Busse (Vorstandsvorsitzender gKU), (hintere Reihe stehend von links) Landrat Stefan Rössle (Verwaltungsratsvorsitzender gKU), Thomas Adolph (RD), Dr. Julia Dikopoulos (RD), Dr. Harald Gunselmann (RD), Dr. Dieter Wolfgang Norbert Müller (RD), Dr. Roland Buchheit, (Vorstand gKU),
Hermann Faul (Oberbürgermeister Stadt Nördlingen), MdB Ulrich Lange (CSU), Peter Schiele (Stadt Nördlingen). Bernhard Kugler (Stadtkämmerer Nördlingen). Bild: Diana Hahn
Lange hat es gedauert, gestern nun wurden die Verträge unterschrieben: Das Nördlinger Stiftungskrankenhaus bekommt einen Magnetresonanztomographen (MRT). Ende 2019/Anfang 2020 soll der Betrieb aufgenommen werden. Betrieben wird der MRT von der radiologischen Gemeinschaftspraxis Radiologicum GbR.
Nördlingen - Als am vergangenen Donnerstag, 26. Januar 2018, in der Bundesstube des Nördlinger Rathauses die Kooperationsverträge zwischen dem gemeinsamen Kommunalunternehmens des Landkreises (gKU) und der radiologischen Gemeinschaftspraxis Radiologicum Donauwörth GbR unterschrieben wurden, war allen Beteiligten die Erleichterung deutlich anzusehen. Lange hatte es gedauert, bis die Praxis aus Donauwörth den Zuschlag erhalten hatte. Sogar ein europaweites Vergabeverfahren musste überstanden werden. Rund 2,5 Millionen werden die Gesellschafter des Radiologicum Donauwörth in den Anbau und den Betrieb des MRT investieren.
Versorgungslücke wird geschlossen
"Wir können jetzt eine medizinische Versorgungslücke schließen", zeigte sich der Verwaltungsratsvorsitzende des gKU, Stefan Rößle, erleichtert.  Ein MRT gehöre, so Rößle weiter, zur Grundversorgung in einem Krankenhaus. Auch sei das Ungleichgewicht, das zwischen Donauwörth und Nördlingen in Sachen MRT herrschte, nun bald behoben, so der Landrat. Rößle erinnerte die Anwesenden daran, welchen Weg man bis zur Vertragsunterzeichnung hatte zurücklegen müssen.  Ursprünglich habe das gKU das MRT selbst betreiben wollen, so Stefan Rößle. Allerdings habe man von staatlicher Seite her keinen Zuschuss erhalten  und habe die Idee deshalb verworfen. Auch einen privaten Investors habe man in Erwägung gezogen, aber auch diese Möglichkeit führte nicht zum Ziel. Schließlich habe das Radiologicum Donauwörth das gKU kontaktiert. Allerdings habe man sich an bestimmte Vorgaben halten und das Projekt ausschreiben müssen. erläuterte der Landrat das Vorgehen.  Nun, da man die Verträge unterschreiben könne, kam er zum Fazit, dass das Verfahren zwar viel Zeit in Anspruch genommen habe, sich am Ende aber die beste Lösung ergeben habe. Vor allem bedankte er sich bei Bundestagabgeordneten Ulrich Lange (CSU) der das Projekt unterstützt und somit auf den Weg gebracht haeb. Auch bei Oberbürgermeister Hermann Faul und der Vereinigten Wohltätigkeitsstiftungen der Stadt Nördlingen bedankte sich Rößle für die Zustimmung zu einem Erbbaurechtsvertrag. Durch diesen Vertrag wird dem Radiologicum ein 850 Quadratmeter großes Grundstück für den Anbau zur Verfügung gestellt.
Patientenversorgung gewährleistet
Ulrich Lange sagte, dass das MRT für den Stift sehr viel Kraft gekostet habe. "Seit 2014 haben wir versucht eine Lösung zu finden. Dass das jetzt geklappt hat, freut mich zum einen für das Krankenhaus, aber auch besonders für alle ambulanten Patienten", so Lange. Auch Nördlingens Oberbürgermeister Herrmann Faul zeigte sich erleichtert: "Jetzt sind wir durch das Ziel. Wir sollten uns alle freuen." Der Geschäftsführer des Radiologicums, Dr. Florian Pachmayr, freute sich sichtlich über die Vertragsunterzeichnung und sicherte den Anwesenden eine hervorragende Betreuung aller Patienten zu. gKU-Vorstandsvorsitzender Jürgen Busse betonte, dass er sich besonders darüber freue, dass nun auch in Nördlingen die Patientenversorgung mittels MRT gewährleistet sei und man mit dem Radiologicum Donauwörth einen Partner habe, den man bereits aus Donauwörth kenne und schätze.