29. Juli 2018, 14:53

„Oscar der Bäderbranche“ für Nördlinger Freibad

Das Freibad Marienhöhe in Nördlingen aus der Vogelperspektive. Bild: Foto Finck/Peter Hueber
Das Freibad auf der Marienhöhe wurde von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. mit dem „Public Value Award“ ausgezeichnet. Das Bad erhielt den 2. Preis in der Kategorie „Freibäder“.
Das Freibad auf der Marienhöhe wurde von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. mit dem „Public Value Award“ ausgezeichnet. Das Bad erhielt den 2. Preis in der Kategorie „Freibäder“.
Nördlingen - Die Kultur öffentlicher Bäder in Deutschland ist im Bewusstsein der Bevölkerung fest verankert. Eine große Mehrheit der Bürger hält die von den Städten und Gemeinden betriebenen Bäder, ganz gleich welcher Art, für wichtig und erwartet ein Angebot „für alle“, das für die ganze Gesellschaft bereitgestellt wird. Dagegen stehen die immer knapper werdenden finanziellen Mittel der öffentlichen Hand. Nicht selten resultiert aus dieser Konstellation der Blickwinkel allein auf den rein betriebswirtschaftlichen Erfolg eines Bades.
Dem möchte die Iddee des „Public Value“ eine ganzheitliche Beurteilung entgegensetzen. „Public Value“ (wörtlich: öffentlicher Wert) bezeichnet den Wertbeitrag und Nutzen, den eine Organisation für eine Gesellschaft erbringt.
5. Public Value Award
Zum fünften Mal hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. diesen Wettbewerb ausgelobt. Teilnahmeberechtigt sind alle Schwimmbäder, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und von der öffentlichen Hand direkt oder indirekt mitfinanziert werden. Der Preis soll aber auch engagierte Menschen auszeichnen, die sich für ein breites Angebot im Sinne der Daseinsvorsorge stark machen und den umfangreichen Fragenkatalog zur Bewerbung abarbeiten. Neben den Fragen zu Wirtschaftlichkeit, Ökologie, Genuss und Wohlbefinden sowie Gesundheit konnte das Solarbad auf der Marienhöhe offensichtlich auch bei den ergänzenden Angaben zu „Dient es der Gemeinschaft? Ist es umweltfreundlich ausgerichtet? Fördert es Gesundheit und Wohlbefinden und ist es wirtschaftlich sinnvoll?“ punkten.
2. Platz für Nördlinger Freibad
In diesen Tagen erhielt Oberbürgermeister Faul die erfreuliche Mitteilung, dass das Freibad auf der Marienhöhe von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. mit dem „Public Value Award“ ausgezeichnet wurde. Das Bad erhielt den 2. Preis in der Kategorie „Freibäder“. In der Jurybegründung wird insbesondere die großzügige und gute architektonische Inszenierung mit besonderem Urlaubsflair auf der Marienhöhe gelobt. Das Freibad bietet mit Schwimm- und Sprungbereich, Geländerutsche, Nichtschwimmer-Becken, Kinder-Planschbecken, Spielplatz und Ballsportplätzen ein Angebot für alle. Unterschiedlichste Alters- und Nutzergruppen können den vielen möglichen Aktivitäten im Wasser und außerhalb des Wassers ungestört nachgehen. Das große Schwimmerbecken sei ein Magnet für sportbegeisterte Besucher. Erholungssuchende finden gleichermaßen ausreichend Gelegenheit zum Sonnenbaden und Relaxen. Ein besonderes Highlight bietet der Kinderbereich, welcher als Flusslandschaft gestaltet ist und direkt an den Spielplatz mit Piratenschiff anschließt. Mit dem Preis würdigt die Jury das Freibad Marienhöhe für die zeitgemäße und gelungene Interpretation eines modernen Freibades mit besonderem Fokus auf Erholung und Freizeit. Damit wird das 1995 eröffnete Freibad zum wiederholten Mal ausgezeichnet.
Eine gelungene Architektur, ein abwechslungsreiches Sport- und Freizeitangebot und vor allem besucherfreundliche Öffnungszeiten sowie Zusatzangebote, wie Wassergymnastik, haben nicht nur die Jury der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen überzeugt, sondern finden auch nach wie vor viel Anklang bei den vielen Tausend Besuchern im Solarbad auf der Marienhöhe.(pm)