10. September 2020, 13:44

Anlieger werden zum "Durchstich" befragt

Die Visualisierung zeigt, wie der Fußweg unter den Gleisen am Donauwörther Bahnhof aussehen könnte.
Bild: DB Station&Service AG
In diesen Tagen erhalten Geschäftsinhaber und Anwohner in einem 1,5-Kilometer-Umkreis südlich des Bahnhofes Post von der Stadt: Gebeten wird um Mithilfe bei einem wichtigen Schritt auf dem Weg zur Realisierung der südlichen Bahnhofserschließung – auch „Durchstich“ genannt.

Nachdem der Bundesverkehrsminister im Frühjahr grundsätzlich Unterstützung für das Millionen-Projekt zugesagt hat, geht es nun daran, die an diese Förderung gebundenen Hürden zu nehmen. Dafür ist zunächst von der Stadt nachzuweisen, dass durch den Bau einer solchen barrierefreien Verlängerung der Personenunterführung unter den Geleisen ein hoher Nutzen entstehen würde und dass dieser Nutzen die Kosten, bzw. die möglichen Fördermittel, rechtfertigt.

Profitieren Anlieger von einer Unterführung unter den Gleisen?

Auch dafür, wie dies nachzuweisen ist, gibt es genaue Vorgaben. So muss zum Beispiel eine Anlieger-Befragung durchgeführt werden, um darzulegen, in welchem Umfang die Geschäfte und privaten Haushalte im Befragungsbereich davon profitieren würden. Auch der Umkreis, in dem die Befragung durchzuführen ist, ist dabei vorgeschrieben.

Wer in diesem Befragungsbereich südlich des Bahnhofes ein Haus, eine Wohnung oder ein Geschäft hat, bekommt dafür ein Anschreiben von Oberbürgermeister Sorré mit einem dazugehörigen Fragebogen zugeschickt. OB Sorré: „Um den Nutzen abschätzen und darlegen zu können, ist es wichtig, dass wir möglichst viel Rücklauf bei den Fragebögen bekommen. Allen Angeschriebenen, die sich dafür die Zeit nehmen danke ich für die Unterstützung dieser wichtigen Entwicklung!“

Der Bauausschuss des Stadtrates hatte sich am 6. Juli mit dem Verfahren beschäftigt. Das Büro, das die Untersuchung durchführt, wurde beauftragt und unterstützt die Stadt auch bei der derzeit stattfindenden Befragung.

Weitere Fördermittel in Aussicht

Auch auf einer zweiten Schiene sorgt die Stadt dafür, eine weitere Förderung zu erhalten und damit neben dem Bau der südlichen Bahnhofserschließung auch das Umfeld attraktiveren zu können: Durch den Beschluss des Stadtrates, einen größeren, auch den Bahnhof umfassenden Bereich als Sanierungsgebiet untersuchen zu lassen, sind Städtebauförderungs-Mittel in Aussicht. Der Umgriff dieses Sanierungsgebietes umfasst den Bahnhofsbereich einschließlich des früheren Baywa-Geländes bis hin zu den gewerblichen Bauflächen am Zusamweg sowie den Bereich des sog. „Schwabenhallen-Parkplatz“. (pm)