29. Mai 2021, 21:43
Bundestagwahl 2021

SPD startet digital in den Wahlkampf

Kandidat Christoph Schmid mit einem Selfie während der digitalen Auftaktveranstaltung der SPD. Bild: Christoph Schmid
Mit einem Videomeeting hat die SPD im Wahlkreis 254 heute den Wahlkampf für die Bundestagswahl am 26. September 2021 eröffnet. Der Kandidat Christoph Schmid formulierte in einer angriffslustigen Rede die drei Kernthemen der Genossen: Zukunft, Europa, Respekt.

In 120 Tagen sind die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Im Wahlkreis 254 stellt sich mit Christoph Schmid der aktuell amtierende Bürgermeister der Gemeinde Alerheim für die SPD zur Wahl. Mit seinem Listenplatz 9 hat er sehr gute Chancen, nächstes Jahr im Bundestag in Berlin zu sitzen. Entsprechend selbstbewusst und angriffslustig eröffnete er heute mit einer digitalen Auftaktversammlung den Wahlkampf der SPD im Bundeswahlkreis 254, der neben dem Landkreis Donau-Ries auch den Landkreis Dillingen und Teile von Aichach-Friedberg umfasst.

Rund 50 Zuhörer*innen verfolgten den Wahlkampfauftakt, der aufgrund der Pandemie digital stattfinden musste. Darunter waren mit Arif Tasdelen (MdL), Uli Grötsch (MdB), Ulrike Bahr (MdB) und Gabriele Fograscher (ehemals MdB) zahlreiche prominente Politiker der SPD. Nach einer Begrüßung durch Dietmar Bullinger ergriff Arif Tasdelen das Wort. "Der digitale Wahlkampf ist nicht ideal und wir hoffen, dass wir bald wieder vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern sprechen dürfen. Wir wollen als bayerische SPD eine bayerische Note in den Bundestagswahlkampf bringen", so der Politiker aus Franken. Er machte deutlich, dass Christoph Schmid diese bayerische Note sein wird und in Berlin eine wichtige Rolle einnehmen wird. In der Folge sprachen sich auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher aus Nördlingen, sowie die Bürgermeister von Syrgenstein Mirjam Steiner für den Alerheimer Bürgermeister aus. 

Dieser nutze seinen ersten Auftritt als Bundestagskandidat um deutlich zu machen, welche drei Kernpunkte die SPD in ihrem Wahlprogramm präsentieren möchte. Er überschreibt sie mit den drei Stichpunkten Umwelt, Europa und Respekt.

  • Zukunft: "Wenn mich meine Enkelkinder in 40 Jahren fragen, möchte ich Ihnen sagen können, dass wir alles getan haben, um die Folgen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten. Darum ist auch die Reaktivierung der Hesselbergbahn ein ganz wichtiger Teil der Mobilitätswende. Wir müssen mit voller Kraft gegen den Klimawandel kämpfen und dafür Sorgen, dass die Kosten nicht von den Schwachen und Geringverdienern bezahlt werden müssen."
  • Europa: "Durch eine Einwohnerin von Alerheim war der Krieg in der Ostukraine für mich ganz nah. Wir dürfen das Verhalten von Putin und Lukaschenko nicht gutheißen. Europa braucht eine selbstbewusste Außenpolitik und eine gemeinsame Stimme. Als SPD wollen wir die UN und die EU weiterentwickeln und und verbessern."
  • Respekt: "Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Mitarbeiter im Gesundheitssystem sind. Und hoffentlich ist nun klar geworden, dass der Ausdruck Defizitäre Krankenhäuser ein Unding ist. Es redet ja auch niemand von deifzitäten Schulen, Kindergärten oder Stadtverwaltungen. Wir stehen für eine Versorgung mit Ärzten und zeitnahe Termine bei Fachärzten für alle und nicht für eine 2-Klasse-Medizin."

Diese und weitere Punkte möchte Christoph Schmid in den nächsten 120 Tagen mit seinem Roten ABC auf seinem Youtube-Kanal besser erklären und er hofft, dass er bald wieder vor Ort mit den Wählerinnen und Wählern in Kontakt treten kann. "Mir fehlt der Kontakt zu den Menschen", so Schmid. 

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Uli Grötsch, der Spitzenkandidat der Bayerischen SPD, bei Christoph Schmid für sein Engagement und lobte die Veranstaltung als Erfolg. Er geht optimistisch in den Wahlkampf. "Wir sind in keiner einfachen Lage. Aber das ist nichts Neues. Wir haben ein gutes Wahlprogramm, mit Olaf Scholz einen fähigen und beliebten Spitzenkandidaten und mit Menschen wie Christoph Schmid vor Ort gute Kandidaten für den Bundestag."