Bis zur Kommunalwahl 2026 sind es nur noch knapp zwei Wochen. Am 8. März wird neben zahlreichen Gemeinderäten, Bürgermeistern und dem Kreisrat auch ein neuer Landrat gewählt. In der heißen Phase des Wahlkampfs hat die PWG FW Harburg zu einem Treffen ins Restaurant Straussen eingeladen und wartete dabei gleich mit zwei Gastrednern auf.
Zum einen sprach der bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring über die Herausforderung der aktuellen Zeit und die Notwendigkeit, das Land zu digitalisieren und damit fit für die Zukunft zu machen. Zum anderen stellte Landratsamtskandidat Michael Dinkelmeier seine Vision für den Landkreis Donau-Ries vor und wie er das Landratsamt unter seiner Führung weiterentwickeln will.
Servicebehörde statt Verhinderungsbehörde
„Ich möchte ein Landratsamt, dass nicht als Verhinderungsbehörde abgestempelt wird, sondern zu einer Servicebehörde weiterentwickeln“, erklärte der Spitzenkandidat der Freien Wähler und ging damit auf die Problematik langer Warte- und Bearbeitungszeiten in der Verwaltung ein. „Der Servicegedanke soll deutlich in den Vordergrund gerückt werden“, betonte er daher.
Allerdings solle dadurch der Personalapparat der Verwaltung nicht weiter aufgebläht werden. Denn die aktuellen Probleme würden nicht in der zu dünnen Personaldecke liegen. „Es ist genügend Personal vorhanden“, erklärte er und fügte hinzu: „Das sind reine organisatorische Maßnahmen.“ Daher wolle er an einzelnen Stellschrauben drehen, um Prozesse zu beschleunigen. Ziel seien kurze Bearbeitungszeiten und schnelle Terminvergaben.
Ein Katastrophenschutzzentrum als Vision
Doch nicht nur das Landratsamt selbst hat Michael Dinkelmeier im Blick, auch für den Landkreis hat er Visionen. So will Dinkelmeier, der selbst in der Wasserwacht aktiv ist, ein eigenes Katastrophenschutzzentrum im Donau-Ries etablieren. „Das ist nicht nur eine Lagerhalle, sondern ein Ort, wo wir unsere Einsatzkräfte bestmöglich auf den Katastrophenschutz vorbereiten.“ Denn der Katastrophenschutz sei ein Zukunftsthema und werde auch ein solches bleiben.
Zudem bekennt er sich in der Gesundheitsversorgung klar zu den Klinikstandorten in Nördlingen, Donauwörth und Oettingen. „Jeder soll im Notfall die medizinische Versorgung bekommen, die er braucht.“ Dafür solle der aktuelle Standard erhalten werden. Zudem wolle er, „kleine Erweiterungen, wo es möglich ist, hinzufügen“.