15. Februar 2020, 08:31

Frühjahrsempfang der Stadt Wemding

Am vergangenen Freitagabend fand der Frühjahrsempfang der Stadt Wemding statt. Bild: Doris Dollmann
So gut besucht war der Frühjahrsempfang der Stadt Wemding wohl noch nie, und das trotz des Termins am Valentinstag. Bürgermeister Dr. Martin Drexler nutzte die Gelegenheit während der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste sich gleich bei ihnen zu bedanken.

Sein erster Dank galt den Vertretern der Kirchen Wolfgang Gebert und Horst Kohler. Bei dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange bedankte er sich für dessen Unterstützung bei der Standortwahl Wemding für das Postverteilungszentrum, bei dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler für Unterstützung beim Ausbau von Staatsstraßen, dem Wohnungsbau und dem Ausbau des Breitbandnetzes, bei den Bezirksräten Albert Riedelsheimer und Peter Schiele für die Ansiedelung der Lebenshilfe und des neuen Kunstmuseums, beim Landkreis, vertreten durch stellvertretenden Landrat Reinhold Bittner, für die Zuschüsse für die Anton-Jaumann-Realschule und das Kreis-Seniorenheim.

Dankesworte gingen ebenfalls an die Vertreter der Wirtschaft, den Wemdinger Stadtrat, den 2.Bürgermeister Johann Roßkopf und an denn3. Bürgermeister Gottfried Hänsel,  die Bürgermeister der umliegenden Städte und Gemeinden Monheim, Otting und Huisheim, sowie an die Vereinsvorsitzenden, die Feuerwehr, das BRK und die vielen Ehrenamtlichen. „Sie bilden das Rückrat unserer Stadtgesellschaft. Ohne ihr Engagement wäre die Stadt nicht das, was sie ist“, sagte Drexler wörtlich.

Zu den Ehrengästen zählten auch die Vertreter der Schulen und Kindergärten, Altbürgermeister Jürgen von Streit und die Vertreter von Sparkasse und Raiffeisen-Volksbank.

Persönliche Gespräche im Mittelpunkt

Gut vier Wochen vor den Kommunalwahlen wäre jetzt eine gute Gelegenheit für eine „krachige“ Wahlrede, meinte Drexler scherzhaft. Die gab es natürlich nicht. Dennoch gab er ein Versprechen, das er noch am gleichen Abend einlösen wollte, nämlich „ ... dass der offizielle Teil spätestens fünf Minuten nach Acht vorbei ist!“ Schließlich stehe das persönliche Gespräch im Mittelpunkt.

Kräuterbuch jetzt digital

Vorher jedoch betrat Leonhart Fuchs, der berühmte Botaniker, dem Wemding den Titel „Fuchsienstadt“ verdankt, die Bühne. Stadtrat und Kulturreferent Josef Barta war in dessen Rolle geschlüpft und unterhielt sich mit Judith Strohhofer, Tourist-Leitung. In dieser kurzweiligen Unterhaltung erfuhren die Gäste, dass Fuchs selbst eigentlich nie eine Fuchsie zu Gesicht bekam, denn als Charles Plumier die Pflanze 1695 in Südamerika entdeckte, war Fuchs bereits fast 130 Jahre tot. Plumier wollte den Wemdinger mit seiner Namenswahl ehren. In diesem Jahr feiert der Fuchsien- und Kräutermarkt die 20. Auflage. Um auch die jungen Leser für das Thema zu gewinnen, wurde der Bildschirm mit der digitalen Version des Kräuterbuches von Fuchs feierlich enthüllt. Er wird künftig am Infostand des Geoparkes stehen.

Musikalische Reise durch Bayern

Nur mit der halben Besetzung zeichnete die Jugend- und Stadtkapelle Wemding unter Leitung von Peter Million für die musikalische Umrahmung verantwortlich. Mehr Musikerinnen und Musiker hätten allerdings in dem ohnehin schon beengten Saal des Rathauses auch nicht Platz gehabt. Den Auftakt bildete der Coburger Marsch. Mit  „Hei! Griaß Di Gott, Ländle“, dem „Schwabenhymnus“ ging die Reise weiter. Wie Peter Million, der bereits seit 1965 Mitglied der Wemdinger Stadtkapelle und seit 2006 Dirigent ist, hatte ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Musikstücke gelegt. Das Stück „Jubiläumsklänge“, wählte er, weil die Polka im gleichen Jahr komponiert wurde, als Wemding 1200-Jahr-Feier hatte, nämlich 1993. Mit dem Konzertmarsch  „Schwabengruß“ war der offizielle Teil dann beendet – übrigens überpünktlich noch kurz vor 20 Uhr. Somit hatte Drexler sein Versprechen gehalten.