15. November 2019, 09:25

Georg Beyhl sen. rückt im Gemeinderat nach

Bürgermeister Weiß (links) bei der Vereidigung des Gemeinderats-Nachfolgers Georg Beyhl sen. Bild: R. Kaußler
Nur vier Monate vor der Wahl eines neuen Gemeinderates musste es im Kommunalgremium der Gemeinde Auhausen einen Wechsel geben:
Nachdem für die gesamte Gemeinde schmerzlichen Verlust des langjährigen Gemeinderatsmitglieds Hermann Loacher ist Georg Beyhl sen. zu Beginn der letzten Sitzung als Listennachfolger von 1. Bürgermeister Martin Weiß vereidigt worden.

Das „neue“ Gesicht im Rat ist für die Auhausener Bevölkerung ein altbekanntes. Der 1957 in der Gemeinde geborene Georg Beyhl ist nicht nur als Unternehmer – auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus – bekannt; auch hat er in 18 Jahren als 1. Schützenmeister wesentlich am örtlichen Vereinsleben mitgewirkt.

Mit dem Diensteid, den das neu ernannte Gemeinderatsmitglied Beyhl auf das Grundgesetz und die Verfassung schwor, war er auch berechtigt, sofort an den Beratungen und Beschlüssen mitzuwirken.

Die Tagesordnung bot hierzu sogleich eine erste Gelegenheit, nachdem Herr Pfost vom gleichnamigen Ingenieurbüro den Bebauungsplan des jüngsten Baugebietes „Bahngarten“ im Gemeindeteil Dornstadt vorgestellt hat. Nach dessen Ausführungen kommt bei dieser Maßnahme erschwerend hinzu, daß Herr Dr. Tolksdorf vom Landesamt für Denkmalpflege zwischenzeitlich das Vorhandensein eines Bodendenkmals aus römischer Zeit in dem beplanten Areal bestätigt hat. Folglich werden die Erschließungsarbeiten von Mitarbeitern seiner Behörde zu begleiten sein.

Unter den alternativ möglichen Erschließungsgrößen des Baugebietes ist mit großer Mehrheit für eine Ausschreibung der Variante mit neun Parzellen samt Erschließungsstraße gestimmt worden.

In einem weiteren bautechnischen Belang war über die dringend anzugehenden Sanierungsmaßnahmen des örtlichen Abwassernetzes zu beraten, wozu ebenfalls Herr Pfost anschaulich die aktuelle Situation darstellen konnte. Zur Überraschung der Anwesenden gibt es neue Förderrichtlinien, welche für Gemeinden, die seit 1992 entsprechende Aufwendungen für das Kanalsystem erbracht haben, künftig nennenswerte Zuschüsse versprechen. Für die Gemeinde Auhausen bedeutet das Erreichen der „Härtefallschwelle 1“ eine in Aussicht stehende Begünstigung von bis zu 90%.

Darüber hinaus steht die Erstellung eines Kanalbefahrungsplans für Dornstadt sowie eine vorhabenbezogene Bebauungsplan-Änderung in Auhausen auf der Agenda.

Als weitere „Baustelle“ steht für die Nordrieser Gemeinde die Erstellung von zahlreichen verkehrsrechtlichen Anordnungen samt Änderungen und Anpassungen der Straßenbeschilderungen auf der Tagesordnung, welche aus der überörtlichen Verkehrsschau mit Landratsamt und Polizei resultieren. Deren Ausführung werden von der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen in Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Bauhof zur Erledigung kommen.

Bürgermeister Weiß gibt das Rechnungsergebnis der Haushaltsführung 2018 mit einem zufriedenstellenden Abschluss gekannt.

In kultureller Angelegenheit liegen Anträge der weithin bekannten Musikkapelle Dornstadt vor, wonach dem Gesuch auf Unterstützung der Jungbläser-Ausbildung ebenso nachgekommen werden kann wie der künftigen Unterstützung der kürzlich neu geregelten Dirigenten-Situation.

Zu dem großen Themenblock „Gestaltung der historischen Prälatur und einer neuen Dorfmitte“ gibt Bürgermeister Weiß einen Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten der Planungsgruppe Meyer-Schwab-Heckelsmüller.

Als nächster Meilenstein dieser „städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“ werden am 23.11.2019 in der Mehrzweckhalle Auhausen mit einem „Bürgerworkshop“ der Gemeindebevölkerung die bisherigen Ergebnisse und Handlungsansätze präsentiert und unter größtmöglicher Bürgerbeteiligung gemeinsam ergänzt bzw. weiterentwickelt.

Abschließend kann Herr Weiß bekanntgeben, dass eine E-Ladesäule am neuen Freizeitareal „Pfarrgarten“ in Planung ist. (pm)