29. Januar 2020, 13:28

Gertraud Angerpointner in Donaumünster

Bild: Reitmair
Bei einer gut besuchten Veranstaltung der Ökologisch Demokratischen Partei  (ÖDP) versuchte die Landesvorsitzende Gertraud Angerpointner von der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V.“ (AbL), den Zuhörern die Unterschiede zwischen der zur Zeit betriebenen Landwirtschaft und den Vorstellungen der AbL zu erläutern.


Eine Botschaft, die die Landesvorsitzende in den Raum stellte, war: „kleinere Ackergrößen (Schläge)  – mehr Lebensräume – höhere Artenvielfalt – Mehrkosten in der Bewirtschaftung“. Den Begriff der Schlaggröße erklärte Frau Angerpointner an einem Beispiel: Ein Feld mit 100 Hektar hat 4 Kilometer Feldränder und Randstrukturen, dagegen haben 50 Felder mit je 2 Hektar (bayerischer Durchschnitt) 30 Kilometer dieser Lebens- und Rückzugsräume für die gesamte Artenvielfalt.

Einige Punkte aus dem Leitfaden der AbL sind: Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen und gesunden Lebensmitteln, Schutz und Pflege der Kulturlandschaft, wesensgerechte Haltung von Nutztieren, Schutz des Trinkwassers, Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt, Beitrag zu den Wirtschaftskreisläufen in den ländlichen Regionen und Beitrag zu dezentraler Besiedlung der ländlichen Räume sowie zur sozialen und kulturellen Lebendigkeit derselben.

Weitere wichtige Punkte waren: ein Problem, das in der Natur entsteht, muss mit der Natur beseitigt werden, Grünland ist sehr artenreich,  aber wenn die Wiese 8 mal gemäht wird, kann keine Artenvielfalt entstehen, sondern dann, wenn die Wiese nur 3 mal gemäht wird. Die Kleinräumigkeit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung ist für die Biodiversitätsförderung genauso wichtig wie die Umstellung auf ökologischen Landbau, spielt aber leider bei der Förderung im Rahmen der EU-Agrarpolitik bisher keine Rolle. Eine umfangreiche und interessante Diskussion der Besucher rundete die Veranstaltung ab.

Weitere Informationen können, auf der Internetseite der AbL unter www.abl-bayern.info nachgeschaut werden. (pm)