2. Januar 2023, 10:04
Mahnwache

ÖDP: Atomkraft nicht notwendig, nicht zukunftsfähig und keine Alternative

Bild: pixabay
Die ÖDP Donau-Ries/Dillingen kritisiert den beschlossenen Streckbetrieb der Atomkraftwerke in Deutschland. Passend dazu findet am 4. Januar am Liebfrauenmünster in Donauwörth eine Mahnwache gegen Atomkraft statt.

Der von der Regierungskoalition beschlossene Streckbetrieb der Atomkraftwerke ist ein schwerer Fehler. Die Laufzeitverlängerung weicht etablierte Sicherheitsstandards auf und ignoriert akute Sicherheitsmängel der Reaktoren. SPD und Grüne lassen sich vor den Atom-Karren von FDP, CDU, CSU und AFD spannen. Klar ist, dass der Streckbetrieb der Meiler bis April der Türöffner für eine weiteren Laufzeitverlängerung ist. Der Atomausstieg ist in ernster Gefahr. Die Atomkraftwerke sind auch in diesem Winter überflüssig, das hat der Stresstest gezeigt. Es gibt genügend Kraftwerke, genügend Strom und genügend Leitungen. Die Regierung sollte sich deshalb um die Stromexportregeln kümmern, anstatt den Atomausstieg zu verzögern.

Mahnwache am 4. Januar

Am Mittwoch, den 4. Januar, demonstrieren bei der Mahnwache am Liebfrauenmünster in Donauwörth von 18:00 bis 18:30 Uhr Atomkraftgegnerinnen und -gegner, gegen diesen geplanten nuklearen Irrsinn und gegen den Weiterbetrieb der noch in Deutschland und weltweit laufenden Atomkraftwerke und gegen atomare Waffen. Die Mahnwache, veranstaltet von Bündnis 90 / Die Grünen, der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und engagierten Bürgern und Bürgerinnen, fordert eine sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke weltweit. Durch den Krieg in der Ukraine, mitten in Europa, wächst die Angst vor einer nuklearen Katastrophe nicht nur durch die 6.255 russischen Atomsprengköpfe. Schon in Friedenszeiten ist Atomkraft zum Fürchten. Im Krieg ist sie der schlimmste Alptraum. In der Ukraine gibt es neben dem atomar verseuchten Tschernobyl noch 15 Atomkraftwerke an vier Standorten, tickende Zeitbomben. Ein Angriff, auch aus Versehen; auf ein AKW hätte verheerende Auswirkungen; schon Schäden am Stromnetz könnten die Reaktoren an den Rand der Kernschmelze bringen.

Thum: "Umbau auf regenerative Energien wird ausgebremst"

Johannes Thum von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP): „Die Zeit der Atomkraftwerke und der fossilen Energien ist abgelaufen. Selten war das deutlicher erkennbar als heute im Angesicht dieses Krieges in der Ukraine. Der Umbau auf regenerative Energien wurde und wird systematisch ausgebremst und verschlafen. Das große Energie-Einsparpotential wird kaum genutzt.“ Am Ende der Mahnwache wird durch eine Schweigeminute der Menschen in der Ukraine und in Fukushima gedacht. (pm)