23. Juli 2018, 11:30

Grüne lassen Hesselbergbahn begutachten

. Bild: pixabay
120 km/h statt 80km/h Höchstgeschwindigkeit auf der Bahnstrecke Nördlingen-Gunzenhausen, dadurch sieben Minuten Fahrzeitverkürzung, zwei zusätzliche Haltesstellen – das waren die Empfehlungen des Bahn-Sachverständigen Rainer Christmann in Nördlingen bei einem Treffen mit dem Arbeitskreis Bahnreaktivierung der Grünen.
Landkreis - Christmann ist nun im Auftrag des Kreisverbandes der Grünen im Ries unterwegs und begutachtet die Bahnstrecke Nördlingen-Gunzenhausen. Die Strecke sei „außerordentlich zügig trassiert“. Fast durchgängig wäre Tempo 120 möglich. Eine preiswerte Signaltechnik, die sich für diese Höchstgeschwindigkeit eignet, sei zwischen Weißenhorn und Senden bereits im Einsatz.
Weil die Strecke nicht mehr der DB, sondern der Bayernbahn gehört, sind Fördermittel nach dem „Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz“ möglich. Eine Anfrage bei den Grünen im Landtag ergab, dass hierfür Mittel bereitstehen.
Züge mit 120 km/h bedeuteten wiederum ausreichend Spielraum für einen Bahnhalt bei Hainsfarth und einen solchen im Norden Nördlingens, wohl unweit vom Bahnübergang Nürnberger Straße. Albrecht Röttger, der Leiter des Arbeitskreises, verwies darauf, dass sich spätestens dann ausreichend Fahrgäste für eine Bestellung von Zügen durch den Freistaat errechneten: Das Gutachten ist die Voraussetzung dafür, dass die nächste Fahrgastprognose Fahrgäste aus Hainsfarth und aus dem Norden Nördlingens berücksichtigen kann. Schon wenn aus Hainsfarth vergleichbar viele Fahrgäste kommen wie aus dem kleineren Auhausen, wäre dies ausreichend.
Weil im Kreistag keine Mehrheit für ein solches Gutachten zu finden war, haben es die Grünen in Eigenregie in Auftrag gegeben. Weitere zusätzliche Fahrgäste könnten durchgehende Verbindungen nach Donauwörth anlocken. Dies wäre möglich mit elektrischen Brennstoffzellen-Triebwagen, wie sie in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen werden. Die bayerische Staatsregierung zögere hier noch.
Das Christmann-Gutachten für die Grünen wird voraussichtlich Mitte September der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit sollen dann auch die zahlreichen Spenderinnen und Spender gebührend gewürdigt werden. Für nähere Informationen siehe auch www.bahn-don.de. (pm)