20. Oktober 2020, 08:28

Wahlkampfauftakt der FDP zur Bundestagswahl 2021

Alois Jäger mit einem Apfel der Sorte Boskopp Bild: M. Schürdt
Am Freitag, 16. Oktober fand im Restaurant zum Goldenen Hirschen der Wahlkampfauftakt der FDP Donau-Ries in Donauwörth statt.

Alois Jäger, Kreisvorsitzender Dillingen und Bezirksrat für Schwaben erklärte den zahlreich erschienenen Teilnehmern die Wichtigkeit der Sicherung des Genpools alter Obstsorten, die dann auch mit dem Klimawandel zurechtkommen. Dafür unterstützt der Bezirk Schwaben in Schlachters eigens ein Projekt mit 500.000 Euro über 10 Jahre. „Aber wir brauchen auch eine Außenstelle in Nordschwaben, da die dort beheimateten Sorten das raue Klima der schwäbischen Alb brauchen“, so Jäger auf den Antrag der FDP hinweisend. Er referierte über Gewässerschutz im Kreis und Nachhaltigkeit im Bezirkstag. Dies verdeutlichte Jäger an Hand eines aus Altpapier hergestellten Kugelschreibers, den der Bezirkstag verwendet. Ferner zeigte er auf, dass die städtische Parkraumüberwachung ein Minusgeschäft ist, und sich dies leicht ändern ließe.

Maximilian Funke Kaiser, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Bayern und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl trat als Gastredner auf. Er betonte die Wichtigkeit einer starken liberalen Partei im Deutschen Bundestag. Gerade in Zeiten, in denen durch die Corona-Krise die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger mehr und mehr beschnitten werden, die globale Abschottung zunimmt und sich Deutschland in Richtung sozialistischer Wohlfahrtsstaat entwickelt, brauche es eine Partei die sich mutig und optimistisch für eine starke soziale Marktwirtschaft, individuelle Freiheit und ein Aufstiegsversprechen einsetzt. Er wolle Deutschland von einem Land der Ängste zu einem Land der Chancen machen. Mit einer digitalen Bildungsagenda für mehr Chancengerechtigkeit für die junge Generation, einer technologiefreundlichen Wirtschaftspolitik und eine vollumfassende Steuerreform für mehr finanzielle Freiräume. Zudem müsse Deutschland wieder zur ökonomischen Nachhaltigkeit zurückkehren und aufhören Schulden auf dem Rücken der jungen Generation aufzunehmen.

Der Bundestagskandidat für den hiesigen Wahlkreis Marcus Schürdt machte deutlich wie wichtig  ein neues, klar strukturiertes Energiegesetz ist das nachhaltig und wirtschaftlich tragbar ist und bezahlbare Energie liefert. Er bezweifelte außerdem den aktuellen Trend der Elektromobilität mit Batterietechnik, diese sei weder nachhaltig noch wirtschaftlich sinnvoll.

Es sei viel wichtiger so Schürdt, alternative Konzepte zu fordern und fördern. Ein ganz wesentlicher und wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland ist die Forschung und Entwicklung. Wir dürfen uns nicht länger von anderen Nationen abhängen lassen, wir haben viele großartige Dinge entwickelt und müssen dies weiter tun, so Schürdt. Es kann nicht sein das wir seit 1979 über 10 Milliarden Euro Entwicklungshilfe an China zahlen, uns von deren Technik abhängig machen und dabei unsere Unternehmen opfern.

Energisch forderte Schürdt eine sofortige Nachbesserung im Schulwesen, es sei keine Option das wir es immer noch nicht geschafft haben unsere Schulen und Schüler digital auszustatten. Schürdt befürchte das sich im Zuge der zweiten Coronawelle das Schuldebakel wiederholt. Auch kritisiert er die geplante „10 Euro Schülerflatrate“! Diese sei zwar toll, doch dafür müsste man erstmal Landesweit die technische Möglichkeit haben diese zu nutzen. (pm)