31. Januar 2020, 09:18

Wertschätzung für das Haus der Kinder

Besuch der KJF Nördlingen. Von links: Wolfgang Goschenhofer, Claudia Miehling, Margit Jeltsch, Sigrun Wagner, Stefan Leister Bild: Bündnis 90/Die Grünen Nördlingen
OB-Kandidat Wolfgang Goschenhofer (Grüne) fordert einen Neubau.

Unabhängig von der Diskussion um die Wohnbebauung des Ankergeländes sieht der OB-Kandidat der Nördlinger Grünen, Wolfgang Goschenhofer, das in den Plänen vorgestellte Familienzentrum der Katholischen Jugendfürsorge, besser bekannt als „Haus für Kinder“, überaus positiv. „Der zusätzlich gewonnene Raum und der damit mögliche Ausbau einer hochwertigen Betreuung von Kindern ist ein Segen für die ganze Stadt“, sagt Goschenhofer. Auf Einladung von Stefan Leister, Vorstand Soziales der KJF Augsburg, Margit Jeltsch, Leitung der KJF Kinder- und Jugendhilfe Donauries und Claudia Miehling, Leitung der Kindertagesstätte konnte sich Goschenhofer vor Ort informieren.

Das Haus für Kinder am bisherigen Standort in der Salvatorgasse ist heillos überbelegt, eine Gruppe ist sogar schon „ausgelagert“ und eigentlich sind die Räume schon seit Jahren gekündigt. Auch eine ausreichende eigene Außenspielfläche besitzt das Haus am jetzigen Standort nicht. Doch trotz dieser Rahmenbedingungen sind die Wartelisten lang. Dies liegt vor allem an der pädagogischen Arbeit, die hier geleistet wird.

Das in Nördlingen einmalige Konzept besteht aus einer Kindertagesstätte mit Krippe, Kindergarten und Hort und einer Erziehungsberatungsstelle in direkter Nachbarschaft. Um dem Bedarf der einzelnen Kinder gerecht zu werden ist auch ein logopädischer Fachdienst Teil des Angebotes des Familienzentrums. Das Betreuungsangebot ist in Nördlingen bestens etabliert und erfreut sich großer Nachfrage. Ein weiterer Vorteil: Geschwisterkinder können in die gleiche Einrichtung gehen und so ihre Kindheit gemeinsam verbringen. Betreuung von klein auf bis zum Ende der Grundschulzeit ist möglich und ein enger Kontakt mit den Familien wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Familien haben über viele Jahre hinweg einen festen Kreis an Bezugspersonen und dadurch ein hohes Maß an Stabilität, die für eine gute Entwicklung von Kindern wichtig ist. 

„Mit dem möglichen neuen Standort auf dem Ankergelände werden wir unserem Plan „keine Wartelisten“ deutlich näherkommen, es wird eine ganzheitliche pädagogische Kinderbetreuung möglich sein,“ verspricht Wolfgang Goschenhofer. „Und vor allem bleiben die Kinder im Herzen der Stadt und werden nicht an den Rand gedrängt.“ Für Kinder aus der Grundschule Mitte bedeutet diese fußläufige Erreichbarkeit auch ein Stück Selbständigkeit. Für Hol- und Bringverkehr muss ein Verkehrskonzept gefunden werden.

Sollte das Projekt auf dem Ankergelände nicht schnell realisiert werden, gäbe es durchaus eine Alternative im Altstadtgebiet. Für Goschenhofer hat der Neubau jedenfalls höchste Priorität. (pm)