27. November 2020, 09:28

Am ersten Advent zu den Sternen

Kämpferisch zeigen sich die drei Centerspielerinnen der XCYDE Angels vor dem Spiel gegen den amtierenden Pokalsieger aus Keltern (von links): Nani Ilmberger, Tori Waldner und Amenze Obanor. Bild: Katja Mangold
Nach vier Wochen Trainieren, Trainieren und Trainieren endlich wieder ein Basketball-Spiel. Wie es ausgeht? In diesen Zeiten eine Vorhersage zu treffen, die über den heutigen Tag hinausgeht, ist ja bekanntlich schwierig bis unmöglich. Einen Versuch ist es aber allemal wert und wenn alles nach Plan läuft, werden die XCYDE Angels am Wochenende beim Tabellenführer auflaufen. Die Rutronik Stars sind den Nördlingerinnen schon bekannt, zumindest waren sie noch im Oktober zu Gast im Ries. Die Rede ist natürlich vom Top-Four-Pokalfinale, das die Sterne für sich entscheiden konnten.

Während Keltern neben Herne das einzige Team ist, das bis dato jedes Spiel planmäßig bestreiten konnte, sind die Angels nach zwei abgesagten Partien plus Länderspielpause völlig aus dem wöchentlichen Rhythmus. Schon drei Wochen ist es her, dass die BG gegen Herne in einem eher unansehnlichen Spiel verloren hat. Zeit genug, an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Welche Fortschritte in der Zwischenzeit gemacht wurden, kann man dann am Sonntag im Livestream begutachten. Hoffentlich.

Die Geschichte über den Kader der Rutronik Stars ist schnell erzählt. Die kürzeste Anreise hatten wohl die beiden Belgierinnen. Bei den Centerinnen wird auf kroatische Nationalspielerinnen unter den Körben gesetzt. Außerdem gehören zwei Serbinnen und Estinnen sowie drei US-Amerikanerinnen zum Team. Erneut hat es keine deutsche Spielerin in den Kader der Sterne geschafft. Die Hälfte der Spielerinnen war schon früher bei Keltern unter Vertrag, darunter auch Neuzugang Jasmine Thomas. Sie wurde für Amber Orrange nachverpflichtet, die aufgrund von Knieproblemen nicht mehr einsatzfähig war. Dass Thomas zurückkommt, wurde schon letzte Woche verkündet, am Wochenende wird sie also bereits mitmischen können.

Keltern ist schlagbar

Dass Keltern trotz ihres Spitzenkaders zu schlagen ist, zeigten zuletzt die Osnabrücker Panthers. Mit einer tollen Teamleistung und dem nötigen Kampfgeist konnten sie einen 67:59-Überraschungssieg erringen. Dieses Ziel werden sicher auch die Nördlingerinnen am Wochenende verfolgen. Immerhin hatte Trainer Ajtony Imreh schon beim Final Four die Gelegenheit sich live einen ersten Eindruck vom Gegner zu verschaffen und seine Mannschaft entsprechend vorzubereiten. Auch wenn die Rutronik Stars sicherlich ein starkes Team ist, weiß man in dieser Saison nie was einen erwartet und so scheint am Ende doch alles möglich. Zuschauer sind zwar immer noch keine zugelassen, dafür wird es wie immer einen Livestream geben, der auf der Plattform www.sporttotal.tv verfolgt werden kann. Tipp-Off ist am Sonntag um 17:30 Uhr.(pm)