10. November 2019, 14:10

Angels verspielen den Sieg

Symbolbild Bild: pixabay
Die Nördlinger Basketballerinnen unterlagen in Hannover mit 67:62.

Das Duell des Tabellenvierten gegen den Tabellenzweiten lieferte gleich zu Beginn was es versprach: Schnelles Tempo, wenige technische Fehler, gute Wurfquote und ein ausgeglichener Spielstand. Vor allem die Ex-Nördlingerin Tarasava ärgerte mit ihren neun erzielten Punkten im ersten Viertel bereits zu Beginn die Rieserinnen.

Das zweite Viertel startete dann besser aus Sicht der Angels: Mit zwölf unbeantworteten Punkten starteten die Damen um Coach Imreh und lagen nach dem zweiten erfolgreichen Dreier von Magaly Meynadier ganz plötzlich mit 29:20 in Führung. Doch es gelang nicht, den zwischenzeitlich sogar zweistelligen Vorsprung in voller Höhe in die Halbzeit zu retten. Während sich das Spiel in Korbnähe ganz klar zugunsten der Gäste gestaltete, war Hannover hauptsächlich von außen erfolgreich, was sie vor allem Tarasava und Gardner zu verdanken hatten. Der Halbzeitstand von 33:35 sah zwar die Angels knapp in Führung, ließ aber auf ein weiterhin ausgeglichenes und knappes Spiel schließen. Coach Imreh beließ seine dominierende Spielerin Luisa Geiselsöder fast das gesamte dritte Viertel auf der Bank, um sie davor zu schützen, vorzeitig in Foultrouble zu geraten. Tatsächlich schafften es ihre Kolleginnen auch ohne sie den Zwei-Punkte-Vorsprung bis in das vierte und letzte Viertel zu tragen.

Als die 19-jährige A-Nationalspielerin schließlich wieder ins Geschehen eingriff, war sie  irgendwie nicht mehr so präsent wie in der ersten Halbzeit, wurde aber auch kaum noch gesucht und angespielt. So kam, was kommen musste. Tarasava traf die entscheidenden Würfe, wie eigentlich immer wenn sie gegen ihr Ex-Team spielt, und den Angels entglitt ein Spiel, das sie mit einer konzentrierten Leistung eigentlich hätten gewinnen können, wenn nicht müssen. Eine hervorragend aufgelegte Danielle McCray, die mit 19 Punkten und 8 Rebounds ihre beste Saisonleistung ablieferte, und eine frech aufspielende Co-Kapitänin Magaly Meynadier reichten nicht um den Sieg in der zweiten Halbzeit festzuhalten. US-Star Leslie Vorpahl und die kanadische Nationalspielerin Sami Hill blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Vielleicht kommt die Länderspielpause für die XCYDE-Girls jetzt zu einem ganz guten Zeitpunkt um vorhandene Blessuren, zum Beispiel Laura Geiselsöders Rücken, auszuheilen und mental wieder frisch zu werden. In zwei Wochen geht es weiter mit einem weiteren Auswärtsspiel, dann in Heidelberg, eine deutlich kürzere Anreise als nach Hannover.

Gegen Herne spielten: Leslie Vorpahl (3), Danielle McCray (19), Magaly Meynadier (10), Julia Förner (5), Samantha Hill (7), Luisa Geiselsöder (18), Laura Geiselsöder und Heta Äijänen. Bei Hannover überragten: Tarasava (31), Gardner (16) (ayg)