18. Juni 2019, 09:06

Baldingerin in der Nationalmannschaft

Symbolbild Bild: pixabay
Die gebürtige Nördlingerin Johanna Klug, aufgewachsen in Baldingen und ausgebildet beim TSV Nördlingen bzw. bei den Angels, wurde in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen.

Unter der Regie von Bundestrainer Patrick Unger durfte sich die 20-Jährige zuletzt im Testspiel gegen Montenegro das Trikot mit dem Adler überstreifen. Patrick Unger ist auch Johannas Coach in ihrem derzeitigen Bundesligaverein, dem BC Pharamerv Marburg. Nach Hessen wechselte die Nördlingerin, als sie nach ihrem Abitur am THG und einem einjährigen USA-Collage-Aufenthalt nach Deutschland zurückkehrte.

Schon als 15-Jährige stand die 1,90 m große Centerspielerin im Bundesliga-Team der Angels in Nördlingen, auch wenn diese damals noch nicht so hießen und erlernte das kleine Basketball-Einmaleins im Ries. Nachdem sie diverse Jugend-Nationalmannschaften durchlief, ist die Berufung in den A-Kader der vorläufige Höhepunkt in Klugs Karriere. In ihrem ersten Einsatz erhielt sie auch gleich Spielminuten und erzielte ihre ersten Punkte im Trikot der A-Nationalmannschaft. Co-Trainerin ist übrigens ebenfalls ein Ex-Angel, nämlich Sidney Parsons, die noch vor vier Jahren als Point Guard der Rieserinnen auf dem Parkett der Hermann-Keßler-Halle stand und mittlerweile Headcoach in Wasserburg ist.

Angels im Deutschlandeinsatz

Wie bereits in den letzten Wochen berichtet, sind aktuell auch zwei weitere Angels-Spielerinnen im Dienst des Deutschen Basketball Bunds unterwegs: Luisa Geiselsöder und Neuzugang Julia Förner bereiten sich gerade auf die U19-WM in Bangkok vor, wo sie erneut versuchen werden, nach einer Medaille zu greifen.

Abschied von einem Fanliebling

Eine weitere Angels-Spielerin konnte sich einen großen Traum erfüllen und hat sich sportlich für die A-Nationalmanschaft ihres Landes qualifiziert. Sie spielt im Moment bei Testspielen in Belgien mit dem Symbol ihrer Nation, dem Ahornblatt, auf der Brust. Sami Hill schaffte den Sprung ins Team Canada und wird ihr Land aller Voraussicht nach im September bei den FIBA Americas vertreten. Dies ist auch ein Hauptgrund, so kurios es klingt, warum die Angels-Verantwortlichen von einer Weiterverpflichtung Abstand genommen haben. Die Verpflichtungen gegenüber der kanadischen Nationalmannschaft hätten nicht nur die Vorbereitung mit dem Bundesligateam verhindert, sondern auch den Einsatz bei bis zu fünf Pflichtspielen während der Saison. Schweren Herzens entschied die sportliche Leitung deshalb, diese wichtige Position zukünftig mit einer Spielerin zu besetzen, die konstant bei der Mannschaft anwesend sein kann. Wer Sami Hill kennenlernen durfte, kann sich vorstellen, dass dies keine leichte Entscheidung war, die aber im Sinne des Teamerfolgs getroffen werden musste. Die BG Donau-Ries bedankt sich bei Sami Hill für ihren Einsatz im Angels-Team der letzten beiden Jahre und wird ihren Weg weiterhin mit Interesse und auch ein wenig Stolz verfolgen. (pm)