Segelflug-Bundesliga

Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim gelingt vorerst der Befreiungsschlag

David Bauder punktete am Wochenende erneut für die Segelflug-Bundesliga. Bild: Helge Zembold
Ist der Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim nun der Befreiungsschlag gelungen? Nach einem eindringlichen Appell von Vorstandsmitglied David Bauder in der vereinsinternen Chatgruppe gaben die Piloten vom Stillberghof am vergangenen Wochenende alles, um den drohenden Abstieg aus der Segelflug-Bundesliga abzuwenden.

Mit dem Regelwerk der neuen Bundesliga standen die Donauwörther Piloten bislang auf Kriegsfuß - inzwischen hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass es nichts nützt, sich den veränderten Vorgaben zu verwehren, gemäß denen nicht mehr allein eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit entscheidend ist. Zusätzliche Punkte gibt es vor allem dann, wenn die geplante Flugstrecke vor dem Start angekündigt und anschließend auch erfolgreich absolviert wird.

Genau das tat David Bauder. Der Motivator des Vereins legte mit einem Flug über 748 Kilometer ohne Motorkraft eindrucksvoll vor. Dabei erreichte er auf seiner Route vom Stillberghof auf die Schwäbische Alb, dann zum Bayrischen Wald und schließlich retour nach Donauwörth eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 136 km/h. Unterstützt wurde er von den Wetterbedingungen: Der kräftige Wind, der am Boden am Sonntag fast unangenehm spürbar war, sorgte in der Höhe für eine saubere Aufreihung thermikspendender Cumuluswolken. Diese sogenannten Wolkenstraßen ermöglichen besonders hohe Reisegeschwindigkeiten.

Zusätzliche Punkte brachte Bauder außerdem die Tatsache, dass er einen zuvor angemeldeten Zielrückkehrflug vollständig absolvierte.
Ähnlich erfolgreich war Stefan Bosch unterwegs. Auch er wählte die Rennstrecke zwischen Schwäbischer Alb und Bayerwald und bewältigte rund 650 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 129,8 Kilometern pro Stunde – ebenfalls ausschließlich mit Hilfe der Thermik und ohne Motorkraft. Auch Bosch holte Zusatzpunkte durch das Bewältigen der vorher angesagten Strecke.

Dritter im Bunde war Wolfgang Kerkais, der bereits am Samstag gemeinsam mit Copilot Peter Will unterwegs war. Auch er hatte seine Strecke vor dem Start angemeldet; geplant war ein Flug mit Wendepunkt im Bereich des Flugplatzes Mosbach im Odenwald. Das Reglement verlangt für eine gültige Umrundung, dass ein 90-Grad-Sektor hinter dem Wendepunkt berührt wird. Die GPS-Aufzeichnung nach dem Flug zeigte jedoch: Köckeis und Will verpassten diesen Sektor um knapp 30 Meter, kein GPS-Aufzeichnungspunkt lag innerhalb des geforderten Bereichs. Damit erhielt das Team zwar Geschwindigkeitspunkte für ihr Durchschnittsgeschwindigkeit von 74,9 Stundenkilometern, jedoch keine Bonuspunkte für die geplante Strecke – ein ärgerlicher Verlust im engen Bundesliga-Wettbewerb.

Trotz dieses Missgeschicks darf sich die Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim über Platz fünf in der 14.  Bundesliga-Runde freuen - es ist das beste Ergebnis der laufenden Saison. In der Gesamttabelle verbessert sich die SFG um vier Plätze und liegt nun auf Rang 17. Drei Runden stehen in dieser Saison noch aus. Gelingt es den Donauwörthern, sich weiterhin in den Top 20 zu halten, wäre der Klassenerhalt gesichert. Die Abstände zu den nachfolgenden Vereinen bleiben allerdings knapp und die Liga bis zum Ende spannend. (dra)

Segelflug-Bundesliga nach Runde 14

1.SFZ Königsdorf (BY) 216

2.SFV Bad Wörishofen (BY) 200 

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15. LSV Burgdorf (NI) 59

16. Aero Team Klix (SN) 49

17. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 43

18. FLC Schwandorf (BY) 43

19. SFG Wenningfeld (NW) 42