6. September 2019, 07:58

Elektromobilität im Landkreis Donau-Ries nimmt Fahrt auf

Symbolbild. Bild: Nissan
Mehr als 210 Elektrofahrzeuge sind derzeit Landkreis Donau-Ries zugelassen. Das sind fast drei Mal so viele wie noch Ende 2016.

Auch die Lademöglichkeiten wurden in den letzten Jahren deutlich ausgebaut: Mittlerweile betreiben die Lechwerke (LEW) im Landkreis acht Ladestationen. Da an den Stationen jeweils zwei E-Autos parallel geladen werden können, entspricht das 16 Ladepunkten. Darunter sind auch zwei Gleichstrom-Schnellladepunkte, an denen der Akku eines Elektroautos besonders schnell aufgeladen werden kann. Auch die Ladevorgänge nahmen in den letzten Jahren deutlich zu: Während die Lechwerke an ihren Ladepunkten im gesamten Jahr 2016 noch rund 17.600 Ladevorgänge verzeichneten, sind es in diesem Jahr bereits 39.500. Insgesamt wurden die öffentlichen LEW-Ladepunkte bislang mehr als 118.000 Mal genutzt.
Insgesamt sind in Bayerisch-Schwaben derzeit rund 3.000 Elektroautos zugelassen. Ende 2016 waren es noch rund 1.240.

Die Zahlen stammen aus einer eigenen Erhebung, für die LEW bei den Landkreisen und kreisfreien Städten angefragt hat. Die meisten E-Autos innerhalb Bayerisch-Schwabens waren Mitte des Jahres im Landkreis Augsburg zugelassen (474). Die Zulassungszahlen stiegen auch im Landkreis Dillingen in den letzten Jahren kontinuierlich an:
Anzahl der zugelassenen E-Fahrzeuge im Landkreis Donau-Ries

Ende 2015      54

Ende 2016      71

Ende 2017      138

Ende 2018      194

Mitte 2019       212

„Die Zahlen zeigen: Die Elektromobilität in unserer Region nimmt richtig an Fahrt auf. Die Ladevorgänge nehmen zu, die Zulassungszahlen steigen und neue, reichweitenstarke Elektroautos kommen auf den Markt“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. „Wir engagieren uns seit vielen Jahren voller Überzeugung für diese Technologie und haben das Ladenetz kontinuierlich enger geknüpft. Denn eine flächendeckende Ladeinfrastruktur mit schnellen Lademöglichkeiten ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend. Wir beobachten die Entwicklungen natürlich sehr genau und werden uns gemeinsam mit unseren Partnern auch weiterhin für einen bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur einsetzen.“

Über das „Bundesprogramms Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat LEW innerhalb der letzten zwölf Monate in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen (= 120 Ladepunkte) errichtet, darunter 18 Gleichstrom(DC)-Schnellladesäulen.

Dafür hat LEW ein Flächenkonzept entwickelt, das aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC-Ladestationen) und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) besteht: Während die DC-Ladesäulen gezielt entlang der Autobahnen und Fernstraßen gebaut wurden, um dort ein schnelles Laden zu ermöglichen, finden sich die AC-Säulen häufig an Plätzen, wo die Autos länger stehen, z.B. an P&R-Anlagen sowie in den Zentren von Städten und Gemeinden. Mit den neuen Stromtankstellen hat LEW die Ladeinfrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst.

Derzeit betreibt LEW in der gesamten Region rund 300 öffentlich zugängliche Ladepunkte, die alle mit Strom aus regenerativen Quellen, also CO2-freier Energie, beliefert werden. Damit ist LEW der größte Betreiber von öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region. Neben dem Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur bietet LEW auch verschiedene Ladelösungen für Unternehmen, Kommunen und Privathaushalte an. Weitere Infos unter: www.lew.de/fuer-zuhause/e-mobility.

16 Ladepunkte im Landkreis Donau-Ries

Mittlerweile betreiben die Lechwerke (LEW) im Landkreis acht Ladestationen. Diese stehen in:

  • Donauwörth, Adolph-Kolping-Str. 32
  • Donauwörth, Dr.-Ludwig-Bölkow-Str. 1
  • Donauwörth, Gartenstr. 15
  • Donauwörth, Pflegstraße 2 (Gleichstrom-Schnellladestation)
  • Kaisheim, Münsterplatz
  • Mohnheim, Schulstr. 2
  • Oberndorf am Lech, Gewerbering 19
  • Rain, Hauptstraße 2

Bei der Ladestation in der Pflegstraße in Donauwörth handelt es sich um eine Gleichstrom(DC)-Schnellladestation. Dank einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an einer solchen Station durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

An allen LEW-Ladestationen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der App „eCharge“ von innogy über Kreditkarte oder Paypal bezahlen. Alternativ können Kunden mit den unterschiedlichen LEW-Autostrom-Tarifen für einen Pauschalpreis diese Ladestationen unbegrenzt nutzen. Je nach Tarif können auch deutschlandweit rund 3.600 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds genutzt werden. Darüber hinaus sind die Ladesäulen in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und kann somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden. (pm)