Airbus Helicopters

Hangar C7: Airbus nimmt "neues Herzstück der Entwicklungsarbeit" offiziell in Betrieb

Bild: Thomas Oesterer
Airbus Helicopters hat am Standort Donauwörth den neuen Hangar C7 eröffnet. Damit baut das Unternehmen seine Kapazitäten im Prototypenbau, in der Entwicklung und in der Flugerprobung weiter aus.

Rund zwei Jahre nach dem Spatenstich im Februar 2024 hat Airbus Helicopters am Standort Donauwörth den Neubau des Hangars C7 offiziell in Betrieb genommen. Mit dem modernen Gebäude erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten im Prototypenbau deutlich und schafft zugleich eine zentrale Infrastruktur für Entwicklung, Einrüstung und Flugerprobung neuer Hubschraubermodelle.

Der neue Hangar umfasst rund 2.000 Quadratmeter Hallenfläche sowie etwa 4.200 Quadratmeter Büroflächen auf insgesamt fünf Ebenen. Insgesamt umfasst das neue Gebäude 204 Arbeitsplätze. Arbeitsplätze von Mitarbeitern, die in den vergangenen Jahren auf dem kompletten Firmengelände verteilt waren und jetzt eine neue „Heimat“ finden. Ein wesentliches Merkmal des Neubaus ist der rund 60 Meter breite, stützenfreie Torbereich, der ein flexibles Ein- und Ausbringen der Maschinen ermöglicht und die Arbeitsabläufe im Vergleich zum bisherigen Gebäude deutlich verbessert. Dadurch finden in der neuen Hallen künftig bis zu zwölf Hubschrauber gleichzeitig Platz. 

Bau bereits nach zwei Jahren fertiggestellt

Neben der großzügigen Hangarfläche wurde ein modernes „Engineering Plateau“ eingerichtet, das Entwicklungs-, Fertigungs- und Testteams räumlich enger zusammenführt. Durch die direkte Verbindung von Büro- und Hangarbereichen entstehen so „kurze Wege, schnellere Abstimmungen und effizientere Entwicklungsprozesse“, wie Robin Spieler, Head of Prototype Preparation bei Airbus, während einer kurzen Führung durch den neuen Bürotrakt erklärt.

Bei der offiziellen Einweihung betonte Stefan Thomé, Geschäftsführer von Airbus Helicopters Deutschland, dann die Bedeutung des Neubaus für Innovation und zukünftige Programme vor Ort. Mit einem augenzwinkernden Vergleich leitete er seine Rede ein: „Damals zum Bau des Taj Mahal wurden eintausend Elefanten benötigt, um das Baumaterial zu transportieren. Ganz so aufwendig war unser Bau des Prototypen-Hangars C7 nicht.“ Thomé hob insbesondere die Funktion des Gebäudes als „neues Herzstück“ der Entwicklungsarbeit hervor. „Prototypen sind der Beginn des Fliegens. Genau hier bringen wir unsere neuen Hubschrauber, unsere neuen Systeme und Innovationen tatsächlich in die Luft.“ Die räumliche Nähe aller beteiligten Disziplinen sei dabei ein entscheidender Vorteil. „Wenn Entwickler, Ingenieure, Fertigungsspezialisten und Mechaniker direkt am Prototyp Lösungen besprechen können, bringt das Qualität, Innovation und Effizienz – und vor allem Sicherheit“, so Thomé. 

Bild: Thomas Oesterer

Neubau ist Teil eines umfassenden Investitionsprogramms in Donauwörth

Auch technisch entspricht der Neubau modernen Nachhaltigkeitsstandards. Eine Photovoltaikanlage mit rund 150 kWp Leistung, Wärmepumpen für Heizung und Kühlung sowie energieeffiziente Deckensysteme reduzieren den Energieverbrauch. Zusätzlich wird Grauwasser beispielsweise für Sanitärbereiche genutzt. Der Hangar C7 dient künftig als neues Prototypenzentrum des Standorts. Hier werden Innovationen aus Forschung und Entwicklung erstmals praktisch umgesetzt – von der Integration neuer Technologien über kundenindividuelle Varianten bis hin zu internationalen Flugerprobungskampagnen. Zugleich ist der Neubau Teil eines umfassenden Investitionsprogramms am Standort Donauwörth. Weitere Infrastruktur- und Fertigungsprojekte befinden sich bereits in Umsetzung. Mit der heutigen Inbetriebnahme des Hangars C7 stärkt Airbus Helicopters damit langfristig die Entwicklungs- und Innovationsfähigkeit seines größten deutschen Standorts.

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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