3. März 2021, 13:42
Hilfsangebot

Krisendienst für psychosoziale Beratung ist gestartet

Symbolbild. Bild: Pixabay
Am 1. März ist im Bezirk Schwaben der "Krisendienst Schwaben" gestartet. Bezirksrat Peter Schiele bezeichnet das Hilfsangebot als eine „wegweisende und notwendige Ergänzung in der psychiatrischen Versorgunglandschaft“.

Dahinter verbirgt sich ein psychosoziales Beratungs- und Hilfsangebot, das Menschen in psychischen Krisen sowie deren Angehörigen auch im Landkreis Donau-Ries unter der kostenlosen Rufnummer 0800 655 3000 zur Verfügung steht. Mit den Krisendiensten, die neu auch in allen anderen Bezirken angeboten werden, sollen Betroffene künftig frühzeitig Hilfe bekommen.

Diese kann in seelischen Notlagen unterstützen und helfen, einen Ausweg aus einer Situation zu finden, die eintreten kann z.B. durch eine Trennung, den Tod eines Angehörigen, durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder durch eine schwere Krankheit. Solche Schicksalsschläge sind häufig so belastend, dass sie nicht mehr allein oder mit Hilfe der Familie oder im Freundeskreis bewältigt werden können. Hier bietet der „Krisendienst Schwaben“ eine Art „Erste Hilfe in seelischen Notlagen“, um aus diesem Zustand wieder herauszufinden. Denn durch eine frühe Intervention, so Schiele, lasse sich oft eine weitere Zuspitzung vermeiden und verhindern, dass aus einer Krise eine längere Krankheit wird.

Bezirkstagpräsident Martin Sailer betont, dass eine zentrale Anlaufstelle mit diesem Angebot bisher fehlte und freut sich, „dass wir den Menschen in Schwaben in solchen Lebenslagen künftig Orientierung bieten und unbürokratisch helfen können.“

Bezirksrat Peter Schiele weist daraufhin, dass in der Leitstelle des Krisendienstes Fachkräfte der Sozialpädagogik, Psychologie und Psychiatrie tätig sind, die nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ zunächst versuchen, im Telefongespräch weiterzuhelfen. Wenn nötig, vermitteln sie Anrufer an die richtigen Ansprechpartner. Hierfür greifen die Mitarbeiter auf eine umfangreiche Netzwerkdatenbank mit Hilfsangeboten in ganz Schwaben zurück, die eigens für das Projekt angelegt wurde. Die Leitstelle kann auch mobile Teams aussenden, die Betroffenen in ganz Schwaben direkt vor Ort weiterhelfen.

Die Leitstelle in Augsburg wird von den Bezirkskliniken Schwaben betrieben, die mobilen Teams vor Ort werden von den Fachdiensten der freien Wohlfahrtspflege, in Schwaben der Caritas und Diakonie, gestellt.

Nach dem Start am 1.3.2021 ist die Leitstelle „Krisendienst Schwaben“ zunächst von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 – 16.00 Uhr erreichbar. Ab Juli 2021 werden nach den Aussagen von Peter Schiele die Ansprechzeiten rund um die Uhr, auch an Wochenenden, erweitert. (pm)