29. März 2021, 14:02
Corona-Teststrategie

Corona: Flächendeckendes Testkonzept für den Landkreis

Symbolbild: Corona-Schnelltest Bild: Pixabay
Heute Morgen stellte Landrat Stefan Rößle im Kreistag die neue Corona- Teststrategie für den Landkreis Donau-Ries vor. Ziel sei es, jetzt eine flächendeckende Struktur für den Landkreis zu schaffen, um nach Abklingen der dritten Welle gewappnet zu sein.

"Wir brauchen in Sachen Teststrategie ein flächendeckendes Konzept, an dem wir bereits arbeiten. Dafür müssen wir die Apotheker mit ins Boot holen", sagte Landrat Stefan Rößle in der heutigen Kreistagssitzung. Man sei bereits mit dem Betreiber des Möttinger Testzentrums, dem privaten Rettungsdienst Bäurle-Ambulanz, in Verhandlungen, um das Angebot im Möttinger Testzentrum zu erweitern. Demnach sollen die Öffnungszeiten zu welchen PCR-Tests durchgeführt werden, verlängert werden. Außerdem soll im Möttinger Testzentrum ein Schnelltestangebot für das Wochenende geschaffen werden. Bisher bieten zehn Apotheken im Landkreis die Möglichkeit für Schnelltests an. Im Lechgebiet fehle ein solches Angebot noch, so Rößle. 

Kein Test-Bus

Rößle sprach sich klar gegen einen Test-Bus aus. "Davon sind wir abgekommen, weil ein Bus, der durch den Landkreis fährt, kann das gar nicht schaffen", so der Landrat. Bei der Größe des Landkreises seien keine zeitnahen Tests möglich. Im Falle eines Ausbruchsgeschehens, bei dem schnell gehandelt werden müsse, wolle man auch in Zukunft auf externe Anbieter setzen. Diese könnten notfalls auch Reihentests durchführen. Das Testkonzept für den Landkreis Donau-Ries werde in Zukunft wachsen und werde je nach Bedarf angepasst werden, so Rößle. Zeil sei es, do der Landrat, am Ende ein schlüssiges Konzept zu haben, dass dann zum Tragen kommen könne, wenn die dritte Welle vorbei sei und die Zahlen wieder fallen.

Rößle dämpft Hoffnungen auf Teilnahme als Modellkommune

Sowohl Wemding als auch Nördlingen haben sich, wie auch 83 andere Kommunen aus Bayern, für die Teilnahme am Modellprojekt für Öffnungsperspektiven der Bayerischen Staatsregierung beworben. Die Hoffnungen zum Zug zu kommen und den begehrten Platz für Schwaben (pro Regierungsbezirk gibt es einen Platz) als Corona-Modellstadt zu bekommen, dämpfte Landrat Stefan Rößle. Zum einen habe weder Wemding noch Nördlingen die geforderte Größe, die bei 100.000 bis 200.000 Einwohner liegt. Zum anderen überschreite man mit einem derzeitigen Inzidenzwert von 180 den geforderten Wert, der zwischen 100 und 150 liegen solle. Eine Bewerbung des Landkreises als Modellregion, kommt für den Landrat nicht in Frage. Die Verwaltung könne es nicht stemmen, die Anforderungen für jedes Dorf und jede Stadt umzusetzen.