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Symbolbild (Pixabay)

Elektromobilität: Wo Ladesäulen sinnvoll sind

Ein Unternehmen hat mögliche Standorte für „Stromtankstellen“ im Landkreis untersucht. 20 davon kamen in die engere Auswahl. Die Umsetzung der vorgeschlagenen Standorte liegt nun an den Kommunen und Energieversorgern.  

Landkreis – Das Thema Elektroautos nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Öffentliche Einrichtungen wie das Landratsamt oder die Stadt Donauwörth gehen mit gutem Beispiel voran und haben Elektrofahrzeuge in ihren Fuhrpark aufgenommen. Aber auch einige Privatleute nutzen mittlerweile E-Autos. Im Januar waren genau 55 Elektroautos im Landkreis zugelassen. Bis 2020 könnten es fast 2000 sein, schätzen Experten.

Je mehr Elektroautos unterwegs sind, desto notwendiger ist der Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur. Momentan gibt es erst weinig Lademöglichkeiten im Landkreis (1 x Asbach-Bäumenheim, 3 x Donauwörth, 3 x Nördlingen, 1 x Oberndorf, 1 x Oettingen, 1). Der Landkreis hat deshalb das Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie GmbH aus Garmisch-Partenkirchen mit der Entwicklung eines Konzeptes für Ladesäulen beauftragt. Das fertige Konzept wurde letzte Woche dem Kreistag und allen Bürgermeistern vorgestellt.

Das Unternehmen hat bei seinen Untersuchungen unter anderem Fläche, Bevölkerung, Erwerbstätige, Pendler, Sehenswürdigkeiten und KFZ-Zulassungen in allen 44 Städten und Gemeinden im Landkreis betrachtet. In Nördlingen, Donauwörth, Rain, Wemding, Oettingen, Mertingen, Harburg, Monheim und Asbach-Bäumenheim wird demnach schon heute der Aufbau einer Ladeinfrastruktur empfohlen. Möttingen, Tapfheim, Wallerstein, Fremdingen, Kaisheim, Oberndorf, Marxheim, Alerheim, Buchdorf und Deiningen sollten laut Konzept bis 2020 mit dem Aufbau der Ladeinfrastruktur beginnen.

Ladesäulen in Nördlingen, Donauwörth, Monheim und Deiningen sind ideal

Wo genau in den Kommunen Ladesäulen stehen könnten, haben die Experten aus Garmisch-Partenkirchen ebenfalls analysiert und sich dabei an Parkplätzen, Sehenswürdigkeiten, Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Bus- und Bahnhöfe und bestehenden Ladesäulen orientiert. Für Dr. Christoph Ebert, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums, geht es nämlich um mehr als nur das Laden. „Das sind Mobilitätspunkte. Von dort aus ist man unterwegs“, sagt er.

Ideal seien deshalb Lademöglichkeiten auf der Kaiserwiese in Nördlingen und am Landratsamt in Donauwörth, aber auch der Markplatz in Monheim und der Platz am Rathaus in Deiningen wären sinnvoll. Von beiden Standorten aus, können  Parkplätze, sogenannte „Points of Interest“, Sehenswürdigkeiten, öffentliche Einrichtungen und der ÖPNV gut erreicht werden. Einwohner und Gäste können während der oft langen Ladedauer die Zeit gut nutzen. In Rain wird die Hauptstraße, in Wemding der Schlosshof, in Oettingen die Parkplätze am Krankenhaus, in Mertingen die Parkplätze „Penny“, in Asbach-Bäumenheim der Marktplatz, in Alerheim die Hauptstraße, in Marxheim das Rathaus und in Tapfheim und Möttingen die Bahnhöfe, als sehr gute Standorte empfunden. Außerdem werden die Rathäuser von Kaisheim, Fremdingen und Wallerstein, sowie der Bahnhof Otting-Weilheim, wie auch das Parkhaus in Harburg als gute Plätze für Ladesäulen vorgeschlagen. Das Rathaus in Oberndorf und das Gewerbegebiet in Buchdorf sind laut Untersuchung als Ladestandort in Ordnung.

Im Kreistag wurde das Konzept vor einer Woche bereits befürwortet. Die vorgeschlagenen Standorte zu realisieren, liegt nun an den Kommunen und Energieversorgern.

 

 

 

 

Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.