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GEDA plant seine Zukunft
Der Standort Asbach-Bäumenheim der Firma GEDA in der Mertinger Straße aus der Luft. (Bild: GEDA

GEDA plant die Zukunft

Vor knapp zwei Wochen haben wir von den Plänen der Firma GEDA berichtet, die am Standort Asbach-Bäumenheim ein 50.000 qm großes Grundstück erworben hat. Was die Firma damit vorhat, und wie die Zukunft von GEDA aussieht, erklärt Geschäftsführer Johann Sailer.

Asbach-Bäumenheim – Für viele ist der Name GEDA nahezu unbekannt. Das mag vor allem daran liegen, dass man als Privatperson äußerst selten mit den Produkten des Familienunternehmens zu tun hat. „GEDA produziert Bau- und Industrieaufzüge für die verschiedensten Anwendungen. Häufig finden sich unsere Produkte in großen Mietparks, in denen sich die Kunden – hauptsächlich Handwerksbetriebe – unsere Geräte ausleihen. Gleichzeitig produzieren wir aber auch projektbezogene Geräte, beispielsweise für den Einsatz auf Ölbohrinseln. Hier sind wir auch regional tätig, Aufzüge von GEDA fahren bei Märker in Harburg“, so der Geschäftsführer, der seit kurzem alleiniger Eigentümer des Unternehmen ist und seit über 20 Jahren die Geschäfte führt. Eine Zeit, die von einem stetigen Wachstum bestimmt war. „Im Jahr 2000 hatten wir 118 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Umsatz von 19 Millionen Euro. 2016 beschäftigten wir 490 Mitarbeiter und erzielten einen Umsatz von 65 Millionen Euro“, so Sailer weiter.

GEDA hat neben dem Standort Asbach-Bäumenheim noch einen Produktionsstandort in Gera. Außerdem betreibt die Firma Niederlassungen in Bergkamen, Houston , Moskau, Istanbul und Seoul. Rund 70% des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet, GEDA ist Weltmarktführer in diesem Segment und damit einer von vielen „Hidden Champions“ in unserem Landkreis.

Johann Sailer ist Geschäftsführender Gesellschafter der Firma GEDA. (Bild: GEDA)

Damit das Wachstum auch weitergehen kann, will GEDA im kommenden Jahr auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnen zu bauen. „Wir sind im Moment in vielen Abstimmungsgesprächen mit Architekten, Planern und Mitarbeitern, was Sinn macht und was nicht. Was genau werden die kommenden Monate zeigen. Einen Baubeginn planen wir für das Jahr 2018“, so Sailer über die Pläne von GEDA. Mit dem Erwerb des Grundstücks habe man auch ein klares Bekenntnis zu dem Wirtschaftsstandort Asbach-Bäumenheim abgegeben. „Das war mein persönliches Ziel, dem Standort treu zu bleiben“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter weiter.

Für die Zukunft will GEDA außerdem noch verstärkt neue Märkte erobern, um gerade in Zeiten von geopolitischen Krisen nicht zu anfällig zu sein. Erst kürzlich hat man ein spezielles Produkt für Märkte außerhalb von Europa entwickelt, um hier Fuß zu fassen. Auch Afrika hat man im Blick. Und auch komplett neue Kundengruppen.

Mit einem neu entwickelten Produkt könnte GEDA zunehmend auch in der Region bekannter werden. „Wir haben ein neues Produkt entwickelt, welches auch für den Hausgebrauch, beispielsweise bei einer Sanierung, sinnvoll ist. Unseren GEDAAKKULeiterLift. Der Aufzug fährt auf einer Leitet, die speziell mit dem AKKULeiterLift ausgeliefert wird. Diese Leiter kann auch losgelöst von dem Lift verwendet werden können. Dabei erreicht er eine Förderhöhe von 10 Metern und eine Tragfähigkeit von 120 kg.“, so Johann Sailer. Die Prototypen sind im Moment auf Messen in der ganzen Welt unterwegs, die Serienfertigung startet noch im März am Standort in Asbach-Bäumenheim.

Unsere letzte Frage an Johann Sailer: Wo sehen Sie GEDA in 10 Jahren? „Ich bin mir sicher, GEDA wird weiter wachsen, wir werden sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze bieten und bei all dem Wachstum nichts von unserer sozialen Verantwortung und gutem Miteinander aufgeben“, so der Geschäftsführer abschließend.

Über Matthias Stark

Geschäftsführer und Gründer. Immer direkt vor Ort wenn etwas passiert, auch in der Nacht. Verantwortlich für den Anzeigenvertrieb. Bespricht dienstliches gerne bei einem Arbeitsessen. Katzenliebhaber. Hat ein Faible für antike Holzmöbel. Bringt seine Tochter auch mal ins Büro mit.
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