31. Dezember 2020, 09:00
Rückblick

Ein ganz besonderes Jahr liegt hinter uns

Zum Jahreswechsel möchten wir einen Blick zurückwerfen und versuchen, auch einige Lichtblicke zu finden, die sich in all die Covid-Tristesse gemischt haben. Bild: (Privat)
Zum Jahreswechsel möchten wir einmal einen Blick zurückwerfen auf dieses Jahr und versuchen, auch einige Lichtblicke zu finden, die sich in all die Covid-Tristesse gemischt haben.

Wer in Zukunft gefragt wird, woran er sich im Jahr 2020 erinnern kann, wird garantiert nur eine Antwort bekommen: die Corona-Pandemie. Seit dem 2. Weltkrieg gab es kein Ereignis, keine Entwicklung, kein Problem, das die Gesellschaft in Deutschland und der ganzen Welt dermaßen auf den Kopf gestellt hat.

Januar

Mit der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer besuchte eine Bundespolitikerin ersten Ranges die Stadt Nördlingen. Für erhitzte Gemüter sorgte eine Bürgerinformationsveranstaltung bezüglich der Umgestaltung des Nördlinger Anker-Areals zum neuen Eger-Viertel. 

Februar

Der Kampf um Wählerstimmen bei der Kommunalwahl im März ging im Februar in die heiße Phase. Mit Robert Habeck von den Grünen konnte in Nördlingen ein weiterer sehr bekannter Politiker begrüßt werden. In Donauwörth wurde entschieden, das Tanzhaus zu erhalten und zu sanieren. Währenddessen befand sich das 1. Nordschwäbische Literaturfestival, das ein großes kulturelles Ereignis werden sollte, in den Startlöchern – daraus wurde wegen der Pandemie nichts. 

März

Die Lebenshilfe Donau-Ries setzte in Wemding den Spatenstich für eine neue Werkstätte – ein Millionenprojekt. In Donauwörth freute man sich derweil über den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs für 43 Millionen Euro. Währenddessen erreichte Mitte des Monats die Pandemie Deutschland und den Landkreis, die Kommunalwahl konnte jedoch noch rechtzeitig durchgezogen werden. Hunderte neue Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte wurden gewählt, und während in Nördlingen und Donauwörth je zwei OB-Kandidaten in die Stichwahl mussten, wurden in den meisten anderen Gemeinden auch die neuen Stadtoberhäupter am 15. März ermittelt. Währenddessen wurden neue Bestimmungen zum Infektionsschutz erlassen, Deutschland ging in den Lockdown. Schulen und Kitas hatten geschlossen, Grenzkontrollen wurden eingeführt, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen beschlossen. 

April

Der von der SPD unterstützte Jürgen Sorré wurde in Donauwörth Oberbürgermeister, ins Nördlinger Rathaus zog David Wittner von der PWG ein. Zahlreiche Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben, z.B. die Gewerbeschau und der Historische Markt Oettingen, der Schwäbischwerder Kindertag und das Inselfest in Donauwörth, die RVA und die Nördlinger Mess‘. 

Mai

Die neugewählten politischen Gremien nahmen unter besonderen Bedingungen ihre Arbeit auf. Dank Lockerungen des Infektionsschutzes öffneten Museen und Schulen wieder.

Juni

Die lokale Wirtschaft ächzte unter der Corona-Krise, in der IHK-Konjunkturumfrage schätzen nur 42 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als „gut“ ein. Besonders Autozulieferer waren massiv betroffen. 

Juli

Donauwörth und Nördlingen beteiligten sich an der Kampagne „Stadtradeln“, dem Klima zuliebe. Die Firma Varta freute sich über Fördergelder in Höhe von 300 Millionen Euro, außerdem wurde in Nördlingen der Neubau des Hallenbades im Rieser Sportpark beschlossen.

August

In Nördlingen konnte die Höhnbrücke nach Sanierung wieder geöffnet werden. Es wurde klar, dass weitere geplante Events ausfallen müssen, zum Beispiel zahlreiche Märkte und der Berufswegekompass in Harburg. 

September

Die Nördlinger Spitalkirche erwachte nach ihrer Sanierung zu neuem Leben, während in Donauwörth die neue Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege den Betrieb aufnahm. In Oettingen wurde die neue Montessori-Schule rechtzeitig zum neuen Schuljahr fertig. Gegen den Wegfall des Bahnübergangs Heimostraße setzten sich die Einwohner Hainsfarths zur Wehr.

Oktober

Ein neues Corona-Testzentrum in Möttingen wurde eingerichtet. In Asbach-Bäumenheim fand ein Bürgerentscheid statt, eine Mehrheit entschied sich dafür, die Mertinger Straße zu verlegen und damit dem Wunsch des Unternehmens Geda zu entsprechen. Die Discothek Prisma in Asbach-Bäumenheim schloss nach 22 Jahren endgültig, der Fasching 2021 wurde im ganzen Landkreis abgesagt.

November

Steigende Infektionszahlen und ein letztlich ineffektiver „Lockdown light“ bewogen viele Veranstaltungsorganisatoren zu weiteren Absagen. Das beständige Problem mit verkeimtem Trinkwasser in Teilen Donauwörths blieb bestehen und wartet seither auf den Neubau des Hochbehälters Parkstadt.

Dezember

Mit kontaktarmen Ersatzveranstaltungen wird versucht, die nicht durchführbaren Weihnachtsmärkte zu ersetzen, zum Beispiel in Nördlingen. Ein harter Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen und Schließung des Einzelhandels von 16. Dezember bis 10. Januar soll die Zahlen senken. Am 28. Dezember starten die Impfzentren in Donauwörth und Nördlingen ihren Betrieb.